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30.05.2003 - 

Dell, Fujitsu-Siemens und IBM sind die Gewinner

HP und Sun verlieren Anteile

MÜNCHEN (CW) - Im ersten Quartal des Jahres 2003 haben die Verkäufe von Servern im Bereich Europa, Naher Osten und Afrika (Emea) um 11,8 Prozent zugelegt. Bis auf Sun Microsystems konnten die großen Anbieter Hewlett-Packard (HP), IBM, Dell und Fujitsu-Siemens die Zahl verkaufter Systeme erhöhen. Allerdings verlor HP trotzdem Marktanteile.

Insgesamt verkauften die Anbieter in den ersten drei Monaten dieses Jahres laut Erhebungen von Gartner Dataquest 374631 Server (Vorjahreszeitraum: 334981). Damit haben die Absatzzahlen in diesem Marktsegment erstmals seit dem vierten Quartal 2001 wieder zugelegt. Die Umsätze mit den Rechnern fielen um zwei Prozent auf insgesamt 3,6 Milliarden Dollar.

Allerdings warnte Gartner-Analystin Karen Benson davor, den Anstieg der Server-Stückzahlen als Beleg für einen Aufschwung in der IT-Branche zu missinterpretieren. Vielmehr sei der Zuwachs vor allem den sehr schwachen Verkaufszahlen im Vergleichszeitraum des Vorjahres geschuldet. Der Umsatz im Server-Segment gehe kontinuierlich zurück. Dies gelte insbesondere im Teilbereich Risc/Unix- sowie proprietäre Server. Die Wintel-Angebote legten demgegenüber leicht zu. Insgesamt könne man von einer weiterhin zurückhaltenden Investitionsbereitschaft der Unternehmen sprechen. Das bedeute, dass sich die Hersteller bei der Preisgestaltung weiter zu unterbieten trachteten, was wiederum Auswirkungen auf die Umsätze habe.

Mit 38,3 Prozent ist HP in Emea klarer Marktführer. Allerdings verlor das mit Compaq fusionierte Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr 3,7 Prozent Marktanteil. Demgegenüber konnten IBM als Zweitplatzierter (15,8 Prozent) sowie Dell (15,5 Prozent) und Fujitsu-Siemens (7,7 Prozent) auf den Plätzen jeweils leichte Zugewinne verbuchen. Marktanteile verloren hat auch Sun, das als fünftgrößter Server-Anbieter statt 6,5 jetzt 4,8 Prozent des Kuchens vereinnahmt.

Sunny side of life

IBM (20,7 Prozent Stückzahlenzuwachs), Dell (plus 30,6 Prozent) und Fujitsu-Siemens (plus 29,3 Prozent) konnten die Zahl ausgelieferter Server erheblich steigern. HP hingegen lag mit einem Stückzahlenwachstum von 2,1 Prozent weit unter dem Durchschnitt. Sun erwischte es sehr heftig: Der Rückgang verkaufter Server um 18,1 Prozent dürfte wesentlich auch mit der Tatsache zu tun haben, dass der Hersteller erst beginnt, Server mit Intel-Prozessoren anzubieten.

HP musste insbesondere in Deutschland einen Einbruch beim Verkauf von Servern hinnehmen. Nach Zahlen von IDC sank die Stückzahl verkaufter Systeme von 17041 auf 15006. Das entspricht einem Rückgang von 11,9 Prozent. Der Marktanteil war ebenfalls rückläufig: Verkaufte das mit Compaq zusammengeschlossene Unternehmen im ersten Quartal 2002 in Deutschland noch 38,8 Prozent aller Server, waren es im Vergleichszeitraum dieses Jahres nur mehr 30,5 Prozent. Hier konnten insbesondere Fujitsu-Siemens (plus 43,1 Prozent) und Dell (plus 45,2 Prozent) erheblich zulegen. (jm)

Abb: Server-Markt Europa

In Deutschland musste HP erhebliche Einbrüche bei Servern hinnehmen, und auch in Europa wuchs die Fiorina-Company nur unterdurchschnittlich. Quelle: Gartner Dataquest