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12.07.2002 - 

Funktional identisch mit der PA-Risc-Version

HP-UX für Itanium 2 erscheint

MÜNCHEN (CW) - Hewlett-Packard steht kurz vor der Freigabe seiner Unix-Version HP-UX für Systeme mit Itanium-2-Prozessor. Die Anwender sollen von PA-Risc-Rechnern auf Intels 64-Bit-Systeme migrieren.

Mitte Juli 2002 wird Version 1.6 von HP-UX 11i erscheinen, Hewlett-Packards erste Unix-Version für Intels Itanium-2-CPUs (früher McKinley). Es soll die gleichen technischen Eigenschaften, Schnittstellen und Bedienkonzepte haben wie HP-UX für die hauseigenen PA-Risc-Prozessoren. "Alle bewährten unternehmenskritischen Fähigkeiten, die wir in HP-UX für unsere eigenen PA-Risc-CPUs haben, werden für den Itanium ebenfalls zur Verfügung stehen", erklärte Ram Appelaragu, Marketing-Direktor für das HP-Unix.

Damit versucht HP, die Kunden bei der Stange zu halten, indem es ihnen einschneidende Umstellungen beim Betriebssystem erspart. Das Unternehmen hat angekündigt, ab dem Jahr 2004 keine PA-Risc-basierenden Server mehr liefern zu wollen, sondern dann ganz auf Intels 64-Bit-Architektur umzusteigen. HP muss den Kunden daher frühzeitig eine Möglichkeit für eine langsame Migration anbieten.

64 Prozessoren und mehr

HP-UX 11i, Version 1.6, unterstützt bis zu 64 Prozessoren der Typen Itanium 1 und 2. Noch mehr CPUs lassen sich durch Cluster mit Hilfe einer entsprechenden Version der HP-Software "MC Service Guard" nutzen. Das Betriebssystem umfasst Sicherheits-Features wie ein Host-basierendes Intrusion-Detection-System, eine Directory-basierende Authentifizierung und schnelle Verschlüsselung. Parallel zur Freigabe der Itanium-Version von HP-UX sollen Tools für das Workload-Management und die Zuordnung von Prozessorressourcen erscheinen, die es für die PA-Risc-Version gibt.

Ein Software-Kit, mit dem Linux-Anwendungen auf dem Itanium 2 unter HP-UX laufen können, ist fertig gestellt. Eine Linux-Runtime-Umgebung für das neue HP-UX soll in der ersten Hälfte 2003 erscheinen. Bis Ende 2004 sollen Software-Tools von Compaqs Tru-64-Unix in HP-UX 11i für Itanium 2 integriert sein.

Mit dem neuen Unix muss HP die Lizenzbedingungen ändern. Bisher war das Betriebssystem im Preis der PA-Risc-Server enthalten, auf den Itanium-Rechnern kann aber auch Windows laufen. Künftig verlangt Hewlett-Packard Lizenzgebühren pro Prozessor, der für HP-UX genutzt wird. Das Unternehmen wird laut Appelaragu 2995 Dollar pro CPU verlangen. (ls)