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04.04.1997 - 

Vertriebspartner werden nervös

HP will 50 Prozent aller Orders im WWW erledigen

Mit dem Bestelldienst "order hp.com" soll es HPs Vertriebspartnern weltweit möglich werden, Aufträge zeit- und kostensparend über das Internet abzuwickeln. Das Unternehmen stützt sich dabei auf den bereits seit längerem getesteten Service "European Remarketing Online Shop" (Euros). In einem Online-Katalog können hier akkreditierte Partner der Kalifornier vom HP-9000-Server über Workstations und deren Zusatzkomponenten bis zu X-Terminals und Peripheriegeräten über das WWW erstehen.

Diese Dienstleistung hat man nun ausgeweitet. Gegenwärtig testen ausgewählte Vertriebspartner von HPs Computer Systems Organization (CSO) den Internet-Bestelldienst orderhp.com. Ab Mitte 1997 soll er allgemein zugänglich sein.

Wie Helmut Bernhardt, Business Administration Manager der CSO und als Worldwide Electronic Commerce Program Manager verantwortlich für das elektronische Handelskonzept, sagte, werde HP in knapp zwei Jahren die Hälfte aller Bestellungen online abwickeln. Der größte Teil des über das Internet erledigten Geschäfts werde auf HPs Reseller entfallen. HP hofft, mit der erweiterten Vertriebsstrategie die Kosten für Bestellvorgänge um 50 Prozent zu senken.

HP-Manager bestritten, daß Distributoren durch orderhp. com in eine Zwickmühle geraten würden. Vielmehr könnten sich die Partner, hieß es, besser auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren. Andrew Isherwood, Channel Manager CSO Europe bei HP, konzedierte gegenüber der COMPUTERWOCHE allerdings: "Natürlich sind einige Partner jetzt nervös geworden. Und einige werden möglicherweise auch baden gehen." Nachteile aus der neuen Vertriebsstrategie zögen aber vor allem solche Distributoren, die bislang schon nicht mehr seien als Durchlauferhitzer. Damit sind Firmen gemeint, die Gerätschaft lediglich lagern und ausliefern.

Isherwood bestätigte, daß die logische weitere Entwicklung des jetzt initiierten Internet-Vertriebssystems ein Build-to-order-Konzept sei. Heute und in zwei Jahren sei HP hierzu allerdings nicht in der Lage, "aber wahrscheinlich in fünf Jahren", erklärte er auf Nachfragen.

An den bisherigen Konditionen wird sich für HPs Kunden und Partner mit dem WWW-Vertrieb nichts ändern, machte Bernhardt deutlich. Nach der Einwahlprozedur mittels eines 40-Bit-Encryption-Paßwortes in das System werden dem Besteller individuelle Angebote unterbreitet, die den jeweiligen Status des Kunden berücksichtigten.