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Allianz im Outsourcing-Geschäft


18.05.2001 - 

HP will mit Accenture in die IBM-Liga

MÜNCHEN (CW) - Hewlett-Packard (HP) und Accenture wollen künftig gemeinsam Outsourcing-Dienste anbieten. Die Allianz tritt in direkte Konkurrenz zum Marktführer IBM Global Services.

Das Maß aller Dinge ist zurzeit IBM. Nahezu sämtlichen Hard- und Softwareanbietern, die derzeit ihren Servicebereich ausbauen, ist der Dienstleistungsarm von Big Blue Vorbild, nicht zuletzt, weil IBM Global Services mittlerweile annähernd 40 Prozent des gesamten IBM-Umsatzes erbringt. Das ist eine Quote, von der die meisten Produkthersteller gegenwärtig nur träumen können. Die Basis des IBM-Erfolgs im Servicegeschäft ist das Outsourcing. Diese Dienste garantieren kontinuierliche Einnahmen und machen die Anbieter relativ unempfindlich für konjunkturelle Schwankungen.

HP scheint dieses Geschäftsmodell so sehr zu gefallen, dass das Unternehmen es nun kopieren will. Zusammen mit Accenture (vormals Andersen Consulting) plant HP, den eigenen Outsourcing-Bereich zu stärken und dem Vorbild Marktanteile abjagen. "Nichts eint zwei Organisationen mehr als der gemeinsame Konkurrent IBM", verriet Anne Livermore, Chefin der im März gegründeten Serviceorgansiation von HP, der "Financial Times".

Kein exklusives AbkommenIn der Tat scheint mit Accenture und HP ein schlagkräftiges Team heranzuwachsen, denn insgesamt entsteht eine Organisation mit annähernd 100000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 17 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr. IBMs Servicesparte kann dagegen 150000 Serviceexperten und einen Umsatz von 33 Milliarden Dollar sowie einige Jahre Erfahrung in die Waagschale werfen.

Der Erfolg des Duos wird davon abhängen, ob eine enge Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg stattfindet. Die Partner können dabei auf eine gewisse Historie verweisen, denn bereits seit drei Jahren betreiben sie gemeinsam zum Teil sehr große ERP-Projekte. Nun will man auch Outsourcing-Dienste anbieten und Mainframe-Applikationen im Kundenauftrag betreuen sowie diese auf neuere Architekturen migrieren. Während HP dieses Abkommen als wesentlichen Bestandteil für das Vorhaben bezeichnete, der Serviceabteilung mehr Gewicht zu verleihen, dämpfte Accenture allzu hohe Erwartungen an die Allianz. Es gehöre zentral zur Accenture-Philosophie, so Martin Cole, Managing-Partner für Accentures Outsourcing-Bereich, ein Netz von Partnern aufzubauen. Das Abkommen sei für keine der beiden Seiten exklusiv, zudem hätten die Partner keinerlei konkrete finanzielle Investitionen in die Partnerschaft angekündigt.