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07.06.1996 - 

Eher Upgrades als neue Maschinen

HP will noch in diesem Jahr seine Unix-Server auf 64 Bit umstellen

Insbesondere die High-end-Modelle der "T"-Serie sollen mit größerer Bandbreite im I/O- und Speicherbereich versehen werden, damit sie die erweiterten Möglichkeiten der neuen 64-Bit-CPU "PA 8000" sinnvoll nutzen können. Bei den Midrange-Servern der "K"-Linie ist mit einer Erhöhung der Maximalanzahl unterstützter Prozessoren zu rechnen.

Speziell bei der mittlerweile drei Jahre alten T-Serie sind diese Verbesserungen nach Meinung von Anwendern dringend nötig. So meint beispielsweise Andrew Stein, Verantwortlicher für die offenen Systeme beim Kreditkartenunternehmen Capital One Financial Corp. aus Falls Church, Virginia: "Ohne derartige Verbesserungen lassen sich die T-Rechner nach unseren Erfahrungen nur schwer skalieren." Als einschränkende Faktoren ihres mit 14 CPUs bestückten Rechners nennt er vor allem die reine Prozessor-Leistung sowie die I/O-Bandbreite. Bei Capital One werden derzeit mehr als zehn "T-500"-Server für Data Warehousing und Transaktionsverarbeitung im High-end-Unix-Bereich eingesetzt. Die Firma erwägt allerdings momentan die Anschaffung von Sun-Rechnern "als echte Alternative" und testet zu diesem Zweck ein Ultra-Enterprise-System. Mit diesem ist Stein im Vergleich zum T 500 "sehr zufrieden, was den bisherigen Testverlauf angeht".

Eine ähnliche Einschätzung gibt Scott Triplett, DV-Leiter bei Allied Signal Engines in Phönix, Arizona. Das Unternehmen setzt verschiedene HP- und Sun-Rechner ein. Nach Ansicht von Triplett braucht HP die PA-8000-CPU, um im High-end-Bereich "weiterhin im Rennen zu bleiben. Man kann eines der T-Systeme mit vielen Prozessoren bestücken und erhält ein sehr leistungsfähiges System. Allerdings läßt sich dieses mit Dateizugriffen und Datensicherungsläufen aber wieder hoffnungslos verstopfen". Verglichen damit sei bei den aktuellen Rechnern von Sun ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen CPU-Leistung und Systembandbreite gegeben, so Triplett.

Mit Einführung der PA-8000-Prozessoren im September dürfte sich die Gesamtleistung der Systeme nach Aussagen von Nigel Ball, des Marketingleiters für Unix-Server bei Hewlett-Packard, mehr als verdoppeln. Gleichzeitig solle sich die I/O-Bandbreite auf das Fünffache erhöhen und damit einen Wert von 1,3 GB/s erreichen. Zudem sollen die Hochleistungs-Server ihren 1-GB/s-Memory-Bus besser ausnutzen können.

Die Umrüstung der T-Systeme auf die PA-8000-Chips dürfte allerdings nicht ohne technische Probleme verlaufen. Im Gegensatz zu den kleineren Systemen, wo lediglich ein Austausch des CPU-Boards nötig ist, kommen die Anwender um größere Umrüstungsarbeiten im Backplane-Bereich nicht herum, die einem "Herausreißen der Eingeweide" aus dem System gleichkommen, so Rich Partridge, Analyst bei Brown Associates in Port Chester, New York. So werden die Anwender zunächst abwarten, ob ein Upgrade innerhalb eines Tages möglich sein wird, wie HP es bisher verspricht.