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10.07.1992 - 

Produkte für Change Management und Qualitätskontrolle

HP will seinen Kunden den Softwareprozeß näherbringen

MÜNCHEN (CW) - 60 bis 70 Prozent der deutschen Unternehmen können mit CASE-Tools derzeit wenig anfangen, weil dort überhaupt noch kein Softwareprozeß installiert ist. Mit dieser These schafft Helmut Bensche, Leiter CASE-Marketing der Hewlett-Packard GmbH (HP), Böblingen, Nachfrage für ein neues Angebot seines Arbeitgebers: Produkte und Dienstleistungen für das Prozeß-Management.

Voraussichtlich ab Anfang kommenden Jahres wird HP unter der Bezeichnung "Changevision" eine Software-Umgebung für Prozeß-Management und Softwarequalitäts-Kontrolle vertreiben. Das Produkt läßt sich in den Rahmen des HP-eigenen CASE-Konzepts Softbench einpassen und soll Entwicklungs-Teams dabei unterstützen, existierenden Code zu ändern, zu erweitern oder zu portieren.

Wie HP verspricht, bietet das Softwarepaket - neben einer Reihe von Software Entwicklungs-Werkzeugen - die Möglichkeit, einen Entwicklungsprozeß zu definieren, zu automatisieren und zu messen. Als zentraler Bestandteil der Changevision-Umgebung fungiert ein "Process-Management Environment Builder" (PME-Builder), der den Entwicklern sogenannte Prozeß-Blueprints anbietet. Auf diesem Weg lassen sich, so HP, komplexe Prozesse in hierarchische Abfolgen von Einzel-Tasks aufspalten.

Im Umfeld der beiden Produktankündigungen stellte HP auch ein neues Beratungsprogramm vor: Der Hersteller will Workshops. anbieten, in denen sich Entwickler und Manager der Kundenunternehmen darüber informieren können, wie sie die von Changevision zur Verfügung gestellten Metriken nutzen beziehungsweise Software-Inspektionen durchführen und die so gewonnenen Daten mit den von Changevision generierten Reports in Einklang bringen können.

Darüber hinaus teilten die Böblinger jetzt mit, daß seit kurzem auch die Siemens-Nixdorf Informationssysteme AG (SNI) zu den Lizenznehmern der HP eigenen CASE-Technik gehört. Im einzelnen erwarb SNI Lizenzen für "Softbench" - in der Implementierung von Informix - sowie für das Integrationswerkzeug Encapsulator und für das Browsing-Tool C++ Developer. Dem Vernehmen nach will SNI die CASE-Werkzeuge seiner "Domino"-Familie in die Softbench integrieren.

Neben SNI und Informix besitzen auch Control Data Systems sowie die IBM eine Softbench-Lizenz. IBM hat das HP Rahmenwerk als CASE Konzept für AIX übernommen und vertreibt es unter der Bezeichnung Software Development Environment /6000 (SDE/6000).