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Kampfansage an Sun Microsystems


15.12.2000 - 

HP will trotz der PC-Flaute mit hohem Wachstum glänzen

MÜNCHEN (CW/IDG) - Ungeachtet der schwachen PC-Nachfrage und einer abflauenden US-Konjunktur hält Hewlett-Packard (HP) an seinen Wachstumsprognosen für 2001 fest. Mit dieser etwas überraschenden Ankündigung ging Firmenchefin Carleton Fiorina vergangene Woche in die Offensive, um den zuletzt eher kritisch eingestellten Analysten an der Wallstreet den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Nach dem eher enttäuschenden vierten Quartal und jüngsten Gewinnwarnungen von Konkurrenten im PC-Markt wie Apple und Gateway sah sich Fiorina offenbar veranlasst, "gut Wetter" bei den Anlegern zu machen. Zusammen mit Finanzvorstand Bob Wayman legte sich die HP-Chefin jedenfalls vergangene Woche vor Analysten in Palo Alto auf ehrgeizige Kennziffern fest. Demnach soll sich der Konzernumsatz im gesamten Geschäftsjahr 2001 gegenüber dem Vorjahr um 15 bis 17 Prozent erhöhen. Gleichzeitig bleibt es bei der Gewinnprognose von 1,98 Dollar je Aktie. Auch für das am 31. Januar 2001 endende erste Quartal sei man im Plansoll; Als Ertrag pro Anteilschein wolle man 44 Cent ausweisen.

Fiorina dementierte gleichzeitig Spekulationen, dass sich das momentan schleppende PC-Geschäft sowie die abflauende Konjunktur in den USA in der HP-Bilanz nachhaltig bemerkbar machen würden. Man werde etwaige Rückschläge im Consumer-orientierten PC-Markt durch höhere Umsätze im Business-to-Business-Bereich sowie größeres Wachstum in internationalen Märkten kompensieren. Allerdings gehe man bei diesen Prognosen von einer "sanften Landung" der US-Konjunktur aus. Sollte es zu einer "harten Landung" oder gar einer Rezession kommen, seien die Kalkulationen Makulatur. Schon jetzt rechne man im ersten Quartal bei Druckern, PCs und Peripheriegeräten im US-Markt mit einem nur einstelligen Wachstum.

Kein Bonus für das TopmanagementWeltweit deutlich zulegen will HP indes bei Notebooks und vor allem bei Unix-Servern, wo Marktführer Sun Microsystems, der nach jüngsten Erhebungen von IDC mit einem Anteil von 33 Prozent nur noch knapp vor HP (25 Prozent) führt, mit Wachstumsraten im 20-Prozent-Bereich jetzt definitiv der Kampf angesagt werden soll.

Trotz dieser ambitionierten Ziele äußerten sich die meisten Analysten in ersten Reaktionen skeptisch. Auch die eher kosmetische Maßnahme, dass dem Topmanagement aufgrund des verpatzten vierten Quartals der Bonus für das gesamte zweite Halbjahr 2000 gestrichen wurde, änderte daran nichts. Die HP-Aktie gab um weitere drei Dollar nach und fiel auf 32 Dollar. Viele Investmentbanken, etwa J.P. Morgan und Merrill Lynch, zeigen sich "weiterhin besorgt, was die zukünftige Umsatzentwicklung von HP angeht".