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29.11.1996 - 

Network Computer für Ende 1996 geplant

HP zeigt Flagge mit Produkten für das Internet

Weiter stellte HP Entwicklungswerkzeuge zur Erstellung von Java-Applikationen für seine Unix-Maschinen sowie ein Tool vor, mit dem Anwender Java-Programme auf HP-Unix-Servern ablaufen lassen können. Hierbei handelt es sich um das "Developers Kit for Java". Mit "Virtual Machine for Java" können Anwender entsprechende Applikationen auf HPs Unix-Maschinen nutzen. Beide Produkte lassen sich aus dem WWW http://www.hp.com/go/JAVA herunterladen.

Set-top-Box mit integriertem Browser

HP entwickelt zudem einen sogenannten Just-in-Time-(JIT-) Compiler für sein Unix-Derivat HP-UX. Mit dem neuen Produkt wird sich nach den Versprechen des Computerunternehmens die Ablaufgeschwindigkeit von Java erhöhen lassen. Dazu wandelt der Compiler Java-Code vor dessen Aktivierung in Maschinensprache um. Zu einem späteren Zeitpunkt will HP den JIT-Compiler in die Virtual-Machine-Software integrieren.

Ferner bietet HP ab Januar 1997 ein Softwarepaket für die Nutzung des Internet an: Mit der "Domain Business Suite" erhält der Anwender eine Server-Software, die auf HPs Management-Tool "Openview" basiert außerdem gehört zur Suite die Messaging-Software "Openmail" samt einer Lizenz für 100 Benutzer mitgeliefert wird zudem Netscapes "Suitespot"-Server-Paket, das in Version 3.0 aus sechs neuen sowie drei bereits bekannten Produkten wie unter anderem dem "Enterprise-Server", dem "Netscape Messaging Server 3.0", dem "Proxy Server 2.5" und etwa dem "Collabra Server" besteht (vgl. CW Nr. 43 vom 25. Oktober 1996, Seite 31: "Netscape unterstützt . . .").

Netscapes Lizenzpolitik sieht vor, aus diesen neun Server-Produkten fünf frei zu wählende für zusammen 4000 Dollar anzubieten. HPs Domain Business Suite kostet - mit ebenfalls jeweils fünf der Netscape-Server - genausoviel.

HP bietet diese Internet-Suite darüber hinaus auch im Bündel und vorinstalliert mit verschiedenen Servern aus der HP-9000-Serie-800-Linie an: Modell "715" kostet, solchermaßen fürs Internet gewappnet, 9500 Dollar Modell "210" 14000, Modell "D350" 35000, Modell "K220" 44000 und Modell "460" 85000 Dollar. Laut Aussage der HP-Niederlassung in Böblingen wird auf den kleinen Servern 715 und D210 allerdings lediglich Netscapes Enterprise Server sowie der "Navigator"-Browser installiert werden. Zu den deutschen Preisen gab es noch keine Informationen.

Darüber hinaus will HP auch bei NCs nicht mehr abseits stehen: Wie Jan Silvermann, Direktor des Geschäftsbereichs Internet Business Development bei Hewlett-Packard, sagte, arbeite man an verschiedenen Hardwarekonzepten. Hierzu gehörten NCs ohne Massenspeicher analog zu Systemen, die Oracle und Sun Microsystems präsentierten, und abgespeckte PCs in der Art, wie Microsoft sie plant. Außerdem, so Silvermann weiter, entwickle HP sogenannte Handheld-Geräte sowie Set-top-Boxen, in denen ein Web-Browser schon integriert ist.