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25.02.2008

HPs Erfolg steht auf vielen Beinen

Hewlett-Packard profitiert kräftig vom internationalen Geschäft und einer starken Nachfrage nach seinen Laptops, PCs und Servern.

Produktgruppe(nicht alle aufgeführt)

Umsatz(in Millionen Dollar)

Profit(in Millionen Dollar)

ESS

4820

673

Services

4378

489

Software

666

51

PSG

10 790

628

IPG

7312

1150

Insgesamt

28 467

3042

Nach einem deutlichen Gewinnanstieg im ersten Quartal um mehr als ein Drittel erhöhte der weltgrößte PC-Hersteller seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Konzernchef Mark Hurd geht davon aus, dass HP im zweiten Quartal zwischen 27,7 und 27,9 Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaften wird. Für das komplette Geschäftsjahr 2008 rechnet er mit einem Umsatz von 113,5 bis 114 Milliarden Dollar.

Hewlett-Packard steigerte den Gewinn von November 2007 bis Ende Januar 2008 um knapp 38 Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar. Der Umsatz wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent auf 28,5 Milliarden Dollar (umgerechnet 19,4 Milliarden Euro).

Weniger Abhängigkeit vom Printer-Geschäft

Auffallend ist, dass HP es peu à peu schafft, sich sowohl bezüglich des Umsatzes als auch des Profits aus der Abhängigkeit von der Geschäftseinheit Imaging and Printing zu lösen. Der Ruch, kein Computer-, sondern eher ein Druckerzubehör-Fabrikant zu sein, hing HP lange Jahre an. Hurd scheint es aber zu gelingen, das Unternehmen auf mehrere Sockel zu stellen, die jeder für sich auf festem Boden gründen.

So verzeichnete die für das PC-Geschäft verantwortliche Division Personal Systems Group (PSG), lange Jahre das Sorgenkind von HP, in den vergangenen Quartalen einen stetigen Aufwärtstrend und vor allem schwarze Zahlen. Zwischen November und Ende Januar stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 24 Prozent auf 10,8 Milliarden Dollar. Damit ist die PSG die mit Abstand umsatzträchtigste Geschäftseinheit des Unternehmens aus Kalifornien. Der operative Gewinn belief sich auf 628 Millionen Dollar nach 414 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Interessant ist hier, dass HP in allen PC-Segmenten teilweise satt zulegte: Die Umsätze von Notebooks und von Desktops stiegen beide signifikant an, und zwar sowohl im kommerziellen Segment wie auch mit Privatkunden.

HP baute seine Spitzenposition im weltweiten PC-Segment 2007 weiter aus. Fast jeder fünfte verkaufte Computer kam laut Marktforschern von dem US-Konzern. Auf Platz zwei folgt der langjährige Branchenführer Dell mit knapp 15 Prozent Marktanteil.

Server-Division ebenfalls auf der Überholspur

Auch die Gruppe Enterprise Storage and Servers (ESS) dürfte HP Freude machen, wenn auch hier die Steigerungsraten nicht so groß waren wie im PC-Umfeld. Mit einem Anstieg um neun Prozent erwirtschaftete das Unternehmen mit x86-Industriestandard-Servern, Unix-Maschinen und hochleistungsfähigen sowie ausfallsicheren Systemen 4,8 Milliarden Dollar Umsatz und einen Gewinn von 673 Millionen Dollar. Die starken Zuwächse bei den Integrity-Modellen (plus 37 Prozent) in der Klasse der geschäftskritischen Server wurden allerdings durch die Rückgänge der Old-School-Architekturen PA-Risc und Alpha fast völlig aufgefressen.

Softwaregeschäft - klein, aber fein

Ein anderes Sorgenkind von HP, die Software-Division, entwickelt sich ebenfalls positiv. Zum wiederholten Mal konnte die Geschäftseinheit - bei einem Umsatz von 666 Millionen Dollar - einen operativen Gewinn, diesmal von 51 Millionen Dollar, vermelden. Insbesondere das Angebot an Werkzeugen für Business Technology Optimization trug mit einem Wachstum von 19 Prozent zu dem positiven Ergebnis bei.

Die Druckersparte stößt an ihre Grenzen

Die Erfolgssparte Imaging and Printing Group (IPG) wirft allerdings Fragen auf. Zwar liefert die IPG mit 1,15 Milliarden Dollar Profit immer noch deutlich den meisten Gewinn aller HP-Divisionen ab. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres (knapp 1,1 Milliarden Dollar) sind die Zuwächse in diesem Produktbereich allerdings nicht mehr kräftig. Auch der Umsatz von 7,3 Milliarden Dollar weist eine Steigerung von vergleichsweise geringen vier Prozent auf. Noch wichtiger: Das Geschäft mit Zubehör, mit dem HP das meiste Geld verdient, scheint ebenfalls langsam seinen Zenit zu erreichen, wenn auch die Einnahmen hier immerhin noch um sechs Prozent stiegen.

Mit reiner Druckerhardware erwirtschaftete HP aber nur noch ein Plus von einem mageren Prozentpunkt. Das Geschäft mit Druckern für Privatkunden ging sogar um zwei Prozent zurück, das mit Zubehör gleich um fünf Prozent. Firmenchef Hurd wird das IPG-Geschäft also mit sehr wachsamen Augen beobachten. Die Tatsache, dass HP bereits seit Jahren versucht, bei kommerziellen Kunden mit einem Paketangebot aus Hard- und Software sowie Drucker-Management-Lösungen aufzuwarten, zeigt, dass das Unternehmen die Zeichen der Zeit lange erkannt hat.

Mit IT-Dienstleistungen schließlich erwirtschaftete Hewlett-Packard 4,4 Milliarden Dollar, elf Prozent mehr als vor einem Jahr. Outsourcing Services (15 Prozent plus), Beratung und Integration (13 Prozent plus) und Technology Services, also Wartungsarbeiten (neun Prozent plus) waren Treiber der positiven Geschäftsentwicklung.

Fast 70 Prozent des Umsatzes kommen nicht aus den USA

HP konnte auch deswegen eine so gute Prognose stellen, weil der Konzern fast 70 Prozent der Einnahmen außerhalb der von Rezessionssorgen geplagten USA erzielte. Das Unternehmen machte besonders gute Geschäfte in der Region Europa, Nahost und Afrika (Emea) sowie noch bessere im Raum Asien-Pazifik. Hier profitierte HP auch vom schwachen Dollar. (jm)