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05.04.1991 - 

Drei Rechner bilden die Basis der Serie 700

HPs neue RISC-Workstations bieten Grafikoptionen für jedes Bedürfnis

MÜNCHEN (CW) - Mit neuen Grafikrechnern heizt Hewlett-Packard (HP) den Wettbewerb im Workstation-Markt an. Die "Serie 700" bietet nach HP-Angaben das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im Markt und ergänzt HPs RISC-Plattformen zum breitesten Angebot eines Herstellers. Hauptwettbewerber der drei neuen Rechner dürften Workstation-Marktführer Sun und IBM sein.

Branchenkennern waren bereits seit einigen Wochen die wesentlichen Details der neuen HP-Systeme bekannt (siehe CW NR. 9 vom 1. März 1991, Seite 4 "HPs RlSC-Maschinen setzen ..."), bis zur offiziellen Ankündigung ließ HP sich aber bis nach der CeBIT Zeit. Nach der Übernahme des Workstation-Pioniers Apollo vor zwei Jahren ist die Einführung der Serie 700 das zweite Etappenziel bei der Zusammenführung der Systemwelten beider Unternehmenszweige. Während die 1990 eingeführte Serie 400 noch auf CISC-Prozessoren der Familie Motorola 680X0 basierte, sind RISC- Prozessoren in der von HP entwickelten "Precision Architecture (PA) die Grundlage der neuen Workstations. Bisher besteht die Serie 700 aus drei Modellen, die nach Anwenderbedürfnis in Sachen Grafikdarstellung und Speicherplatz in unterschiedlichen Konfigurationen geliefert werden können.

Grafik unter Unix für kostenbewußte Anwender

Das Einstiegsmodell 720 bietet nach Herstellerangaben in der Grundversion 57 MIPS, 17 Mflops und 55,5 Specmarks. Das nächsthöhere Modell 730 erreicht 76 MIPS, 22 Mflops und 72,2 Specmarks. Beide Rechner sind in einem Pc-ähnlichen Tischgehäuse untergebracht, der Arbeitsspeicher beträgt serienmäßig 16 MB und kann auf 64MB erweitert werden. Die Plattenkapazität kann intern bis auf 840 MB aufgerüstet werden. Kür weitere Zusätze steht ein EISA-Slot zur Verfügung. In Sachen Rechenleistung bietet Modell 750 im Deskside-Gehäuse die gleichen Werte wie Modell 730. RAM, Cache und Massenspeicher lassen sich aber erheblich weiter ausgebauen: der Hauptspeicher auf 192 MB, die Massenspeicher auf 2,6 MB. Darüber hinaus können intern Massenspeicher vom Typ CD-ROM, 4-Millimeter-DAT etc. angeschlossen werden. Weitere Peripherie kann über vier EISA-Slots eingebunden werden. Als Netzwerk-Standards stehen serienmäßig Ethernet, FDDI, TCP/ IP, BSD, LAN Manager und NFS zur Verfügung.

Da die Workstations der Serie 700 speziell auf die Belange von Grafikanwendern ausgerichtet sind, bietet HP zu den Geräten eine Reihe spezieller Grafikerweiterungen an. Für den - laut HP -"kostenbewußten Anwender" eignet sich die Grauskalen-Option "GRX". Sie bietet besonders schnelle Darstellung von Window-Systemen wie X-Window, OSF Motif und HP Vue. Anwendern, die im 2D- und 3D-Grafikbereich arbeiten, empfiehlt das Unternehmen die Option CRX. Damit lassen sich Drahtmodelle mit Geschwindigkeiten von bis zu einer Million 2D- und 3D-Vektoren/Sekunde berechnen und darstellen.

Wer solides 3D-Rendering benötigt, kann die Option PVRX implementieren. Sie entspricht dem PHIGS-Standard und kann auf die Starbase-Grafikbibliothek von HP zugreifen. Für Anwender mit höchsten Ansprüchen wird die Option TVRX angeboten. Zu ihrem Leistungsumfang zählen unter anderem Anti-Aliasing, Alpha-Blending und Texture-Mapping.

Als Standard-Betriebssystem wird HPs Unix-Variante HP-UX angeboten. In Zukunft sollen auch die Unix-Versionen der OSF auf den Maschinen laufen. Um die Rechner gegenüber dem Wettbewerb klar im Markt durchzusetzen, greift HP wie schon bei der Serie 400 auf das Mittel der "Kampfpreise" zurück. So schlägt Modell 720 in der Diskless-Version mit der Grafikoption GRX mit rund 30 000 Mark zu Buche. Modell 730 soll mit 210-MB-Platte und Grafikoption GRX rund 48 000 Mark kosten. Das Top-Modell 750 gibt es mit Grafikoption CRX und 660-MB-Platte für 95 000 Mark.