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14.02.2008

Huber: Mahnungen der EZB mittlerweile "etwas langweilig"

FRANKFURT (Dow Jones)--Der erste Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, hat angedeutet, sich bei den Tarifverhandlungen in der Stahlindustrie mit 5% bis 6% Lohnsteigerungen zufrieden geben zu können. Bei einer Veranstaltung beim Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten (ICFW) sagte Huber am Mittwochabend in Frankfurt, für die Lohnverhandlungen lege er die Preisstabilitätsdefinition der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp 2% sowie einen Produktivitätsanstieg von 3% bis 4% zugrunde.

FRANKFURT (Dow Jones)--Der erste Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, hat angedeutet, sich bei den Tarifverhandlungen in der Stahlindustrie mit 5% bis 6% Lohnsteigerungen zufrieden geben zu können. Bei einer Veranstaltung beim Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten (ICFW) sagte Huber am Mittwochabend in Frankfurt, für die Lohnverhandlungen lege er die Preisstabilitätsdefinition der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp 2% sowie einen Produktivitätsanstieg von 3% bis 4% zugrunde.

Allerdings müsse man auch die starke Stahlkonjunktur berücksichtigen, erklärte Huber. "Der Stahlboom ist nicht zuende", sagte er. Auch müsse die Bezahlung in der Stahlindustrie "wieder an die Entwicklung der Metall- und Elektroindustrie herangeführt werden". Gefordert hat die IG Metall bisher 8% Lohnerhöhung bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Huber verwies aber auch darauf, dass er den Druck sehe, der durch die Globalisierung der Wirtschaft entstehe. Grundsätzlich signalisierte er Streikbereitschaft.

Mit Blick auf die Forderungen der EZB, dass die Tarifparteien ihrer Verantwortung gerecht werden sollten, um Zweitrundeneffekte bei den Preisen zu verhindern, sagte Huber, diese Mahnungen seien mittlerweile "etwas langweilig". Der IG-Metall-Vertreter schloss sich Forderungen des Europäischen Gewerkschaftsbundes an, die EZB solle ihre Geldpolitik lockern. Allerdings müsse sie dabei nicht so weit gehen wie die US-Notenbank.

Im Tarifkonflikt der Stahlindustrie wollen die Arbeitgeber an diesem Donnerstag auch für die ostdeutsche Branche ein Angebot vorlegen. Details müssten vor der zweiten Runde mit der IG Metall in Berlin noch in der eigenen Tarifkommission abgestimmt werden, hatte der Arbeitgeberverband Stahl am Mittwoch mitgeteilt.

In den parallel laufenden Gesprächen im Westen hatte der Verband am Dienstag 3,5% mehr Geld geboten. Die IG Metall lehnte dies ab. Das Angebot sei "zu mickrig", sagte ein Sprecher des Gewerkschaftsbezirks Berlin-Brandenburg-Sachsen. Zu Wochenbeginn hatte die Gewerkschaft mit ersten Warnstreiks in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen ihre Forderungen unterstrichen. An den Aktionen hatten sich mehrere tausend Beschäftigte beteiligt.

Webseite: http://www.igmetall.de DJG/ptt/kth

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