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18.03.1988 - 

Mit Übertragungsequipment von DEC und Vitalink:

Hughes Electronics betreibt Mammut-Ethernet

LONG BEACH (IDG) - Mit Hilfe einer Vielzahl von Brückenschlägen baute die GM-Tochter Hughes Electronics ein weltumspannendes LAN-System auf. Das einschlägige technische Equipment zur Verbindung der verschiedenen Firmensitze wurde von der Digital Equipment und Vitalink Communications beigesteuert.

Die Kommunikation im Rahmen des neuen LAN-Verbunds läuft sowohl auf terrestrischer als auch auf Satellitenbasis, wobei die Fühler beispielsweise bis nach Südkalifornien und nach Tucson/Arizona ausgestreckt werden. Die größeren Standorte des Unternehmens verbinden T1-Linien mit 1,5 Megabit pro Sekunde. Zwischen die kleineren Niederlassungen zog Hughes Electronics Übertragungsschienen, die 56 Kilobit pro Sekunde erreichen. Mit Hilfe eines neuen Multiplex-Systems soll die Geschwindigkeit jedoch auf 224 Kilobit pro Sekunde aufgestockt werden.

Jack Covert, Leiter Technischer Support bei dem Tochterunternehmen von General Motors, setzt bei der Vernetzung auf eine hohe Bandbreite, um für die Benutzer akzeptable Antwortzeiten gewährleisten zu können. Genutzt würden normalerweise aber nur drei Prozent der verfügbaren Bandbreite. Rund 1000 Knoten in dem Netz kommunizieren über das Decnet-Kommunikations-Protokoll und mehr als 2000 Nodes über TCP/IP. Aufgrund der Zweigleisigkeit bei den Protokollen entschied sich Hughes Electronics auch für den Einsatz von Brücken anstatt von Routern. Bridges machen keinen Unterschied zwischen verschiedenen Netzwerk-Normen.

Während Covert mit den Brücken als Verbindungsgliedern zufrieden ist beklagt er die Qualität der von Bridge-Anbietern gleichfalls "offerierten" Netzwerk-Management-Systeme. Die Hersteller-Strategie laufe darauf hinaus, daß man für jede neue "Brückenmarke" ein separates Netzwerk-Management-System benötige. Darum hat sich Covert darauf beschränkt, lediglich DEC- und Vitalink-Produkte einzusetzen. Gefragt sei jedoch Software zur Darstellung von Fehlern und übersendeten Datenpaketen, wie sie im Rahmen von SNA-Netzen üblich seien. Inbegriffen sein sollte auch ein Bridge-Alarm-System und Management-Reporting-Software, die Auskunft über den Netzauslastungsgrad gibt und Probleme beim Netzverkehr antizipiert. Covert abschließend: "Was die Anbieter uns bisher an die Hand gegeben haben, ist purer Schund. Man kann ein Ethernet damit nicht managen."