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17.10.1997 - 

IT im Maschinenbau/Kommentar

Hurra, wir leben noch!

Eine "deutlich verbesserte Auftragslage" meldet der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau. Von Januar bis August ist die Zahl der Bestellungen um fünf Prozent gestiegen, von Juni bis August kletterten sie gar auf plus elf Prozent. Ein Silberstreif am Horizont oder nur ein Zwischenhoch im langfristigen Tief? Die Rendite wird für das laufende Jahr mit nicht ganz einem Prozent angegeben, das entspricht dem Vorjahresniveau: "knapp über Null".

Kein Grund also zum Jubeln in der einst so erfolgsverwöhnten Branche, vielmehr zur Ursachenforschung. Klar: Fernöstliche Billigprodukte machen selbst hochspezialisierten Maschinenbauern zu schaffen, auch wenn es da himmelweite Unterschiede in Qualität und Zuverlässigkeit gibt. Ein attraktives Preisniveau und ein kontinuierlich verbessertes Image der zähen Konkurrenten aus den Tigerstaaten lassen den einen oder anderen Kunden versuchsweise schon einmal abwandern. So weit, so normal.

Doch gab es schon früher - bevor der globale Wettbewerb den deutschen Maschinenbau in die Zange nahm, deutliche Anzeichen erlahmender Innovationskraft; man erinnere sich an die Traditionsunternehmen Deckel oder auch Maho, vom Osten ganz zu schweigen. Aber wo Orientierunghilfe finden?

US-Analysten, stolz auf die eigene Konjunktur, sehen einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Informationstechnik und Ertragskraft, glauben mit Rechnerdichte der asiatischen Emsigkeit langfristig Paroli bieten zu können. Zur Zeit gibt ihnen der Erfolg recht. Gemeint ist allerdings Rechnerdichte in sämtlichen Unternehmensbereichen, also in Forschung und Entwicklung, im Produkt selbst und keinesfalls zuletzt im Vertrieb. Sonst könnte es wiedereinmal heißen: "In Deutschland wurde das (Fax-)Gerät erfunden, in Japan zum Produkt entwickelt und in den USA verkauft."