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04.05.2006

Hyperion und Microsoft üben den Schulterschluss

Anwender können Produkte für Reporting und Analyse kombinieren.

Die Hersteller haben vereinbart, ihre Produkte für Business Intelligence (BI) füreinander zu öffnen. So soll die Berichtskomponente "Microsoft SQL Server 2005 Reporting Services" künftig direkt auf Analyseanwendungen der BI-Produktplattform "Hyperion System 9 BI+" zugreifen können. Umgekehrt erhalten Hyperion-Kunden die Möglichkeit, über die Tools "Hyperion Financial Reporting" und "Hyperion Web Analysis" Berichte aus der Microsoft-Umgebung einzubinden.

Damit der Datenaustausch funktioniert, müssen sich Metadaten zwischen Hyperions BI-Plattform und der Komponente für Online Analytical Processing (Olap) "SQL Server 2005 Analysis Services" von Microsoft austauschen lassen. Doch wann dies technisch erreicht sein wird, ist laut Tobin Gilman, Senior Director Product Marketing bei Hyperion, derzeit ebenso offen wie bis wann die genannten Produkte beider Hersteller sich derart kombinieren lassen. "Ein Zeitrahmen von zwölf bis 24 Monate ist aber realistisch", sagte der Manager gegenüber der computerwoche.

Hyperion und Microsoft arbeiten seit längerem bei technischen Themen zusammen. Neben der gemeinsamen Definition der Abfragesprache "XML for Analysis" wurden zuletzt bei der Office-Integration der Hyperion-Produkte die Köpfe zusammengesteckt. So ist es heute laut Gilman möglich, in Excel, Word oder Powerpoint Berichte von System 9 einzubinden. Ebenso verwendet Hyperion Microsofts Smarttag-Technik zum Einbinden von Inhalten. Darüber hinaus unterstützt Hyperion neben den Windows-Betriebssystemen die Entwicklung von BI-Lösungen in .NET-Umgebungen, den Datenzugriff über ODBC sowie Microsoft-spezifische Treiber.

Laut Gilman sei das Abkommen ein weiterer Schritt, System 9 möglichst gut mit allen großen Systemplattformen (SAP, Oracle, IBM und Microsoft) im Markt integrieren zu können. Auch wolle man Kunden mehr Wahl beim Aufbau ihrer Hyperion-Umgebung lassen.

Microsoft seinerseits sieht Hyperion unter den Top 50 seines großen Partnernetzes. Allerdings ist kein Vertriebsabkommen mit der Kooperation verknüpft. Zudem konkurrieren beide Unternehmen in Anwendungsgebieten wie Olap und Reporting. "Kunden kaufen normalerweise nicht mehr aufgrund einzelner Funktionen", wehrt Gilman ab. Heute vertreibe Hyperion Unternehmenssoftware für ein Business-Performance-Management (BPM) und nicht mehr (wie Microsoft) nur Infrastrukturkomponenten. Allerdings interessieren sich auch die Redmonder zusehends für BPM. (as)