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29.11.2005 - 

CWLeserbrief

"I-Series wird es noch lange geben"

Betrifft CW 47/05, Seite 6: "IBMs AS/400 - ein Auslaufmodell?"

Seit 1975 bin ich im Computergeschäft, fast so lange, wie es die computerwoche gibt. Meine berufliche Praxis als Programmierer habe ich auf der IBM /3 gestartet, heute bin ich DV-Abteilungsleiter mit einer I5 (I-Series). Zwischendurch habe ich mehrfach die Firma gewechselt. Dabei hatte ich das zweifelhafte Vergnügen, zehn Jahre lang die /370-Welt und andere Hersteller und Systeme kennen zu lernen. Die anderen gibt es zum großen Teil nicht mehr, siehe Digital Equipment (DEC). Programme der /3 von vor 30 Jahren laufen aber immer noch, zum größten Teil ohne Zwang zum Umwandeln, wenn ein Rechner einer neuen Generation zum Einsatz kommt. 64-Bit Adressierung hatte die AS/400 schon, als die Windows-Welt davon kaum träumen mochte. Und Malware kann der I5 nichts anhaben. Kennen Sie ein vergleichbares System?

Solange ich die computerwoche lese, werden darin die Rechner der /3, /36, /38, AS/400, I-Series und I5 zum Auslauf- modell geschrieben. Bisher hat sich die IBM glücklicherweise daran nicht orientiert, wenngleich sie sich in anderen Bereichen sicher auch schon gravierende Fehlentscheidungen geleistet hat. Wegen ihrer Zuverlässigkeit und Vielseitigkeit erwarte ich aber, dass es die I5 und ihre Nachfolger noch lange geben wird.

Leider hat es IBM zumindest in Deutschland versäumt, die I-Series an den Hochschulen bekannt zu machen. Das ist sicher einer der Gründe, weshalb die Zahl der installierten Systeme in Deutschland sinkt. Ich erlebe immer wieder diplomierte Informatiker, die den Namen noch nie gehört haben, geschweige denn damit etwas anzufangen wissen.

Ich hoffe jedenfalls, dass es diese Serie noch lange gibt, alles andere würde uns die Arbeit enorm erschweren und verteuern.

Manfred Hilbers, manfred.hilbers@bremerhaven.de