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25.05.2001 - 

Nach dem Goldrausch stellt Supply-Chain-Management-Experte die Weichen neu

i2-Chairman: "B-to-B goes back to basics"

BARCELONA (qua) - Ungewöhnlich gelassen zeigten sich i2 Technologies und seine Kunden auf der hauseigenen Kongressmesse "Planet Europe" in Barcelona. Nach dem Führungswechsel und einigen Ausgabenkürzungen will der texanische Supply-Chain-Management-Experte beweisen, dass seine Substanz den Hype überdauert.

Mehr als 1500 Teilnehmer bildeten das Auditorium im neu erbauten "Palau de Congressos". Neben den Standortbestimmungen und Zukunftsvisionen hochrangiger i2-Manager bekamen sie auch Erfahrungsberichte wichtiger Kunden zu hören - darunter Präsentationen von Albert Goller, President Center of E-Excellence bei der Siemens AG, sowie von Helmut Merkel, Vorstandsmitglied der Karstadt Quelle AG.

Vergeblich wartete das Plenum hingegen auf Francisco Garcia Sanz. Der Volkswagen-Vorstand zog nicht nur seinen Vortrag zurück, sondern reiste gar nicht erst an - aus persönlichen Gründen, wie es hieß. Befremdlich wirkte sein Fernbleiben deshalb, weil der Wolfsburger Automobilkonzern im vergangenen Herbst schon einmal eine "Planet"-Präsentation kurzfristig hatte platzen lassen.

Entschuldigen ließ sich auch der frisch gebackene Chief Executive Officer Gregory Brady. An seiner Stelle hielt sein Vorgänger Sanjiv Sidhu die Eröffnungsrede. Nach Darstellung des i2-Gründers und -Chairman war der Wechsel an der Spitze des Softwareunternehmens bereits seit zwei Jahren geplant. Bei Bradys Ernennung zum CEO habe es sich nur um einen formalen Akt gehandelt; den Job fülle der langjährige President schon seit längerem aus. Tatsächlich hatte sich Brady in Fragen des Tagesgeschäfts zuletzt immer häufiger in den Vordergrund gedrängt. Der blonde Hüne gilt allgemein weniger als Visionär, mehr als "Macher" - mithin als der richtige Mann, um nach den E-Business-Höhenflügen der Softwarebranche wieder festen Boden unter den Füßen zu gewinnen.

In diese Richtung wies auch Sidhus Vortrag: Der i2-Chairman interpretierte das Kürzel B-to-B als "Back to basics" und wies dem Supply-Chain-Management (SCM) dabei eine wichtige Rolle zu: Die Organisation der internen und externen Zulieferprozesse bilde den Kern einer flexiblen, nachfrageorientierten Wertschöpfungskette. Ergänzt werde SCM am einen Ende durch Supplier-Relationship-Management (SRM), am anderen durch Customer-Relationship-Management (CRM). Entsprechende Produktpakete hat i2 bereits geschnürt.

Einen Großteil seiner Zeit in Barcelona widmete das i2-Management dem Gespräch mit den anwesenden IBM-Managern. An der Partnerschaft mit dem großen Systemintegrator liegt den Texanern nach wie vor sehr viel. Neu ist ein Abkommen, das auf gemeinsame Angebote für den Mittelstand zielt.

Die Partnerschaft mit dem E-Procurement-Spezialisten Ariba hingegen ist nun auch offiziell beendet. Romesh Wadhwani, Vice Chairman bei i2 Technolgies, begründete die Trennung mit dem "Ungleichgewicht" dieser Beziehung: Aribas Beitrag zur Wertschöpfung beim Anwender sei zu gering gewesen. Gemeinsame Kunden würden selbstverständlich weiter unterstützt.

Last, but not least stellte i2 den Mann vor, der die neu geschaffe-ne Position eines President für Europa, den Mittleren Osten und Afrika bekleidet: Philip Crawford kommt von EDS und berichtet künftig direkt an Brady.