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05.03.2004 - 

Supply Chain Operating Services

i2 stellt künftig Infrastruktur in den Vordergrund

MÜNCHEN (fn) - Nachdem SAP und Oracle in den letzten Monaten großes Augenmerk auf Infrastruktur gelegt haben, will sich nun auch der Supply-Chain-Management-Spezialist i2 des Themas annehmen. Unter dem Slogan "Supply Chain Operating Services" (Scos) hat der Hersteller eine Reihe von Funktionen zusammengefasst, die bisher in den einzelnen Lösungen versteckt waren.

Mit den Supply Chain Operating Services sollen Anwender in der Lage sein, Supply-Chain-Management-Systeme in heterogenen Systemumgebungen einzurichten, ohne dabei in bestehende Applikationen eingreifen zu müssen. Statt beispielsweise mittels Programmierung neue Funktionen in ERP- oder Bedarfsplanungslösungen einzufügen, um sie miteinander zu vernetzen, sollen Firmen künftig über Web-Services-Interfaces die Funktionen der relevanten Anwendungen ankoppeln. Die Ablaufsteuerung erfolgt nicht mehr in den einzelnen Programmen, sondern läuft in der Prozessumgebung von Scos ab.

Nach Angaben von i2 verschlingt die Kopplung verschiedener IT-Lösungen zu einer Supply-Chain-Management-Umgebung viel Zeit und Geld. Dies sei jedoch weniger auf die Qualität der SCM-Programme als vielmehr auf die Integrationsmechanismen zurückzuführen. Das soll nun anders werden: Scos umfasst die Komponenten "Performance Manager", "Master Data Management", "Business Process Execution" und "Common Infrastructure Services".

Integration über Standards

Die wichtigste Scos-Komponente sind die zur erforderlichen Einbindung in bestehende IT-Systeme konzipierten Common Integration Services (CIS). Einfach ausgedrückt, verknüpft CIS die Programmier-Schnittstellen der i2-Anwendungen mit denen von ERP-Systemen. Fremdsysteme können die Integrationsdienste über gängige Mechanismen wie Java Messaging Services (JMS), Simple Object Access Protocol (Soap), Remote Method Invocation (RMI) und Java Connector Architecture (JCA) aufrufen. Dabei versteht i2 das Produkt nicht als Alternative zu Integration Brokern von Enterprise-Application-Integration-(EAI-)Spezialisten wie Tibco, Seebeyond oder Webmethods, sondern als Ergänzung dazu. Webmethods ist gleichzeitig Partner: Die auf dessen Technik aufsetzende Komponente "Application Integrator" dient der asynchronen Systemkopplung (Message-oriented Middleware). Neben der Anwendungskopplung stellt CIS auch Methoden zum Extrahieren, Laden und Transformieren (ETL) von Geschäftsdaten aus großvolumigen Datenspeichern bereit. Auch hier liefert der Spezialist Informatica die Grundlage des Moduls "Data Integrator".

Mit Business Process Execution sollen Anwender Geschäftsprozesse über verschiedene Applikationen hinweg modellieren können. Das Design der Abläufe nimmt der Benutzer über das Tool "i2 Studio" vor. Der Baustein Master Data Management dient der Harmonisierung von Stammdaten.

Transparenz bei Stammdaten

Die angebundenen Applikationen und Datenbanken speichern oftmals die gleichen Daten, verwenden jedoch unterschiedliche Artikelbezeichnungen. Für Transparenz sorgen soll das i2-System, das der Hersteller bereits für sein Programm "Inventory Management" entwickelt und nun in die Scos-Plattform eingebunden hat.

Der Performance Manager liefert SCM-Verantwortlichen Kennzahlen über die Lieferkette, die sie bei ihren Entscheidungen unterstützen sollen.

Abb: Basis sind die Common Integration Services

Mit Scos fasst i2 eine Reihe von Integrations- und Prozesssteuerungsfunktionen in einer Plattform zusammen. Quelle: i2