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02.11.2001 - 

Upgrade 5.2 kommt mit Funktionen für das Auftragswesen

i2 will im Revier der ERP-Hersteller wildern

02.11.2001
MÜNCHEN (CW) - i2 Technologies hat mit Version 5.2 ein wichtiges Upgrade seiner Softwaresuite vorgestellt. Der über Firmenakquisitionen entstandene Produktbauchladen ist nun zumindest am Client integriert und soll vor allem durch ein ausgefeiltes Auftrags-Management die großen ERP-Systeme ausstechen.

Seit fünf Jahren versucht der ehemals reine SCM-Spezialist, zu einem breit angelegten Applikationsportfolio zu kommen, um im Kampf gegen die ERP-Anbieter zu überleben. Inzwischen haben sich zehn Firmen unter dem Dach von i2 angesammelt und damit Produkte für Procurement und Transaktions-Management Customer-Relationship- und Content-Management, sowie spezielle Logistiklösungen etwa für das Transportwesen. Von einer Integration dieser Applikationen konnte bislang aber noch keine Rede sein, gibt selbst i2-CEO Greg Brady gegenüber dem Branchendienst "Computerwire" zu.

Mit Version 5.2 hat sich in dieser Hinsicht zumindest am Frontend etwas getan. Die neu gestaltete Benutzeroberfläche arbeitet auf HTML-Basis und soll ein einheitliches Look and Feel bei der Bedienung der verschiedenen Module vermitteln. Hinzu kommt eine bereits von SAP bekannte Technik: Rollenkonzepte bündeln die von bestimmten Anwendern benötigten Funktionen. Als Vermittler zwischen Client und den eigenen beziehungsweise fremden Applikations-Servern fungiert die neue Common Integration Architecture des Herstellers. Zur Systemankopplung steht auch ein API-Set zur Verfügung, das volle XML-Unterstützung verspricht.

Punktlösungen statt Backend-IntegrationDie trotzdem weiterhin eher unbefriedigende Integration seiner hinzugekauften Lösungen am Backend überdeckt der Hersteller mit strategischen Aussagen gegen das ERP-Lager. So sollen die Systemmodule das Konzept der "Point Solutions" unterstützen, bei denen sich der Benutzer genau die Programme aussuchen kann, die den kritischsten Punkt seiner Wertschöpfungskette abdecken und damit den höchsten Return on Investment bei geringstem Risiko versprechen. Solche Punktlösungen lassen sich später in ein unternehmensübergreifendes Konzept einbinden, erklärt i2-Gründer und Chairman Sanjiv Sidhu. Dies sei auch der Unterschied zu ERP, wo man nur die Wahl zwischen allem oder nichts habe.

Konkreter wird die Vision des Herstellers, wenn es um eine der wichtigsten ERP-Disziplinen geht, das Auftragswesen. Dieses Thema hat in jüngster Zeit an Aktualität gewonnen, weil viele Logistikketten ein Supply-Chain-Management eingeführt haben und nun nach einer Lösung suchen, mit der sich auch das Auftragswesen der eingebundenen Unternehmen einheitlich verwalten lässt. Während sich ERP-Systeme auf betriebsinterne Transaktionen konzentrieren, lasse sich das neue "Distributed Order Management" von i2 über Applikationen, Abteilungen und Partnerunternehmen hinweg implementieren, argumentiert i2-Marketing-Chefin Katrina Roche. Tim Minahan, Analyst der Aberdeen Group, bestätigt, dass besonders Hersteller, die mit verschiedenen Großhändlern und Vertriebskanälen arbeiten, solche Lösungen suchen.

Server-Erweiterungen für Monitoring und ProcurementDas Order-Management in Version 5.2 kommt als Erweiterung der CRM-Komponente, dem SCM-Modul wurde ein "Inventory Visibility and Execution" hinzugefügt. Hier geht es um die Visualisierung und Kontrolle aller Supply-Chain-Prozesse - von der Produktion über das Lager bis hin zum Versand. Die Server-Ergänzung für Supplier-Relationship-Management (SRM) kommt in Form von "i2 Procurement", einer mit der Firma Rightworks übernommenen Lösung für die Beschaffung direkter und indirekter Güter. Auch hier betont der Hersteller das von lokal bis dezentral reichende Einsatzspektrum.

Kooperationeni2 schöpft Hoffnung. Berichtete das finanziell angeschlagene Unternehmen noch vor zwei Wochen von Verlusten und der Absicht, Stellen in erheblichem Umfang zu streichen, sollen die jetzt veröffentlichten Meldungen über eine enge Kooperation mit HP und IBM positive Signale aussenden. Mit HP etwa soll das Angebot für private Marktplätze auf Basis von "i2 Supply Chain Collaboration" sowie der Suite für "Supplier-Relationship-Management" (SRM) weiterentwickelt und zusammen mit HP-Infrastruktur vertrieben werden. Dabei kommt auch "Openview" von HP als Monitoring-Komponente zum Einsatz.

Die Vereinbarungen mit IBM sehen vor, dass DB2 die bevorzugte Datenbankplattform für i2-Applikationen unter AIX sein wird. Unterzeichnet wurde auch ein OEM-Vertrag über eine integrierte End-to-End-Lösung, in der die IBM-Produkte DB2 UDB, Olap Server, Intelligent Miner und Warehouse Manager zusammen mit i2-Lösungen implementiert werden.