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Intel und Prime unterzeichnen Absichtserklärung:


19.05.1989 - 

i486-Prozessor soll das Achtfache leisten

WIESBADEN (CW) - Prime und Intel wollen in Kooperation die Rechenleistung des Intel-Prozessors i486 verachtfachen. Erreicht werden soll dies durch das Zusammenführen der Pipeline-, Emitter-Coupled-Logic- (ECL) und der Kühltechnologien beider Unternehmen.

In zukünftigen Desktop-Computern soll der Mikroprozessor i486 Verarbeitungsgeschwindigkeiten ermöglichen, die bisher nur mit Großrechnern zu realisieren waren. Die Entwickler von Prime und Intel rechnen mit einer Steigerung des Datendurchsatzes von derzeit 15 Millionen Instruktionen pro Sekunde (MIPS) auf mindestens 120 MIPS.

Die Stuktur des Prozessors soll dahingehend ausgerichtet werden, daß er zu den Betriebssystemen Unix, MS-DOS und OS/2 Bit-kompatibel ist. Wie ein Sprecher mitteilte, geht Intel davon aus, daß man mit diesem CPU-Modul - eine konsequente Weiterentwicklung der 386-Architektur - bis ins nächste Jahrhundert hinein wettbewerbsfähig bleiben wird.

Die Zusammenarbeit mit Intel betrachtet Prime als natürliche Fortführung der eigenen Basisforschung und -entwicklung. Die Ergebnisse aus dieser Forschungsrunde will Prime für die Weiterentwicklung der Serie-50-Prozessoren verwenden.

Eine Standardisierung der Hardware-Angebote geht mit dem Abkommen nicht einher. Die Prime Computer Incorporation behält sich auch künftig vor, die Technologien für seine Hardware-Plattformen selbst zu wählen. Derzeit wird sowohl mit Zentraleinheiten von Motorola (Serie 50, Caddstation) als auch mit Intel-Prozessoren (EXL) gearbeitet.

Vermarktet werden die neuen i486-Prozessoren von Intel. Prime erhält eine Beteiligung in noch nicht definierter Höhe und das Recht, die CPUs in die eigenen Rechner zu integrieren. Die 120-MIPS-Prozessoren sollen ab 1992 auf dem Markt erhältlich sein, der Preis steht noch nicht fest.