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28.07.1978 - 

Auslieferungen erst ab Mitte 1980:

IBM /38: Lieferverzögerung durch Software-Probleme

STUTTGART - Dem IBM-Geschäftszweig Basis-Datenverarbeitung ist ein ankündigungspolitischer Lapsus passiert: Er kann mit der Auslieferung des Systems /38 nicht, wie ursprünglich geplant, Ende 1979 beginnen - ein Eingeständnis, daß die verfügbare /38-Hardware und -Software noch nicht voll einsetzbar ist.

Begründung für die Lieferverzögerung: Es werde zusätzliche Zeit benötigt, um die im System enthaltenen neuen Software-Elemente zu integrieren und zu testen, "damit das geplante Leistungsniveau des Systems /38 erreicht wird" (IBM-Aussage). Die pauschale Formulierung, neue Software-Elemente" läßt offen, ob es Probleme mit der /38-Datenbank, mit der Systemsoftware oder mit den Mikroprozessoren gibt. Dazu IBM-Pressechef Dr. Paulus Burkert ausweichend: "Am ursprünglichen Liefertermin festzuhalten, hätte nicht zur Kundenzufriedenheit geführt." So habe man sich entschlossen, in den sauren Apfel (Verschiebung der /38-Auslieferung) zu beißen, "so peinlich wie das ist".

Die durchschnittliche Lieferverzögerung werde voraussichtlich sechs bis neun Monate betragen, teilt IBM mit. Kenner bezweifeln indes, daß es den IBM-Basis-Datenverarbeitern gelingt die offensichtlich schwerwiegenden

Software-Macken des Systems /38 bis Mitte 1980 zu beseitigen.

Die offizielle Pressemitteilung der IBM-Zentrale mit dem Titel "System /38-Auslieferungen ab Mitte 1980" vermeidet es denn auch vorsorglich, neue Liefertermine zu nennen, sondern spricht lediglich davon, daß "ein neuer Plan" im vierten Quartal dieses Jahres "erstellt wird". Mit anderen Worten: IBM nimmt Auswirkungen auf die Neubestellungen in Kauf. Burkert: "Es ist nicht von der Hand zu weisen, daß der eine oder andere Kunde erst einmal abwartet, bis wir uns auf einen ganz klaren Liefertermin festgelegt haben."