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21.09.1984 - 

4321 und 4331-2 werden nicht mehr gebaut:

IBM-4361-Modell zielt auf DEC-Domäne

STUTTGART (CW) - Als Einstiegssystem für die Prozessorfamilie IBM 4361 stellte die IBM Deutschland GmbH die Modellgruppe 3 vor. (Siehe auch Seite 1: "IBM fightet im unteren Bereich wie noch nie"). Zusammen mit den Modellgruppen 4 und 5 stehen somit jetzt drei Leistungsstufen zur Verfügung. Die Modelle 4321 und 4331-2 werden laut IBM nicht mehr gebaut, die Lagerbestände sollen zu Ausverkaufspreisen geräumt werden (Nachlässe von 21 bis 27 Prozent). Das 4361-Konzept zielt, so sehen es Branchen-Insider, auf eine Domäne von DEC: den technisch-wissenschaftlichen Markt.

Die interne Prozessorleistung der Modellgruppe 3 liegt bei etwa 40 Prozent der Modellgruppe 4. Die Hauptspeicherstufen werden mit 2 MB und 4 MB der Prozessorleistung entsprechend angepaßt. Die Zykluszeit des zentralen mikroprogrammgesteuerten Instruktionsprozessors beträgt bei 4 Byte Zugiffsbreite 200 Nanosekunden. Adressierte Daten werden in einem Block von 64 Byte in 2,6 Mikrosekunden aus dem Hauptspeicher in den Pufferspeicher gestellt.

Die Modellgruppe 3 erlaubt den direkten Anschluß der Magnetplatteneinheiten IBM 3310 und 3370 sowie der Magnetbandeinheit IBM 8809 über integrierte Steuerungen. Außerdem können fast alle Ein-/Ausgabe-Einheiten der IBM-System/370-Architektur über ihre Steuereinheiten an drei Kanälen - je ein Byte-, Block- und Hochleistungs-Block-MPX-Kanal - betrieben werden.

An alle drei Modelle des 4361-Prozessors können jetzt jeweils bis zu 40 Dialogstationen und Drucker einschließlich einer Systemkonsole direkt angeschlossen werden. Als Basis für diese Anschlüsse dient eine zweite Datenstationssteuerung mit eigenem Mikroprozessor. Anstelle jeweils einer Dialogstation lassen sich an den Steuerungen bis zu sechs OEM-Adapter (Original Equipment Manufacturer) zum Anschluß von Mikroprozessoren betreiben. Die Einrichtungen "Automatische Einschaltung" und "Programmierbare Abschaltung" ermöglichen den bedienerlosen Betrieb, wie er zum Beispiel in einem Unternehmen mit einer unabhängigen Fachbereichs- oder Niederlassungs-Organisation wünschenswert ist.

Der Preis des in den Böblinger IBM-Labors entwickelten Rechners wird in der kleinsten Konfiguration mit rund 160 000 Mark angegeben, ein voll ausgebauter Prozessor mit 4 MB, Direktanschlüssen für maximal 40 Dialogstationen und drei Kanälen soll etwa 265 000 Mark kosten. Erste Kundenauslieferungen sind für Dezember 1984 geplant.