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Installierte 370303X-Systeme sollen ab 1. Oktober teurer werden:


06.07.1979 - 

IBM-Anwender reagieren auf Mieterhöhung gereizt

MÜNCHEN (CW) - "Diese Ankündigung ist wieder einmal ein ganz klares Zeichen, daß in der Serie 370 noch nicht das Ende da ist", unkt Ulrich Lasarzik von der IFM Funding GmbH, Düsseldorf. Daß IBM die Mietpreise für die am Markt befindliche Hardware (/32, /34, /3, /370 und 303X) zum 1. Oktober 1979 um bis zu fünf Prozent erhöht (siehe nebenstehenden Beitrag), hat für den Leasing-Verkäufer einen "starken wirtschaftlichen Hintergrund". Lasarzik: "Die IBM ist nur an ihrem eigenen Ergebnis interessiert." (Siehe auch Kolumne, Seite 7).

In die gleiche Kerbe haut der DV-Leiter beim Deutschen Reisebüro (Frankfurt), Otto Paul, für den die Mietpreiserhöhung "zu erwarten war", IBM habe - so Paul - momentan eine ziemliche Finanzierungslücke, "und irgendetwas müssen die ja machen". Der Frankfurter DV-Chef vermutet, daß der Marktführer die Kunden von der Miete wegbringen will: "IBM drängt immer mehr darauf, daß alles gekauft wird."

Walter Hinner von der Uhde GmbH Dortmund, glaubt zu wissen, warum "Es könne damit zusammenhängen, daß IBM versucht, von den alten Kisten loszukommen."

Dieter Willmann, EDV-Leiter bei Gottlieb in Freiburg, hält es gleichfalls für möglich, daß "da irgendwas dahintersteckt" und er erläutert: "Man hört verschiedentlich, daß manche Anwender ihr System 370 behalten wollen, bis die Fronten bei der 4300 klar sind." Diese Situation wolle IBM - so Willmann - bei , den alten Maschinen ausnützen.

Die Mietpreiserhöhung, von der auch die 303X-Rechner betroffen sind, verdrießt Dr. Bernd Klaiber, EDV-Chef beim Industriewerk Schäffler (Herzogenaurach) nicht: Er hat eine 3031 geleast, "obwohl IBM prophezeit hat wir würden da eine Fehlentscheidung begehen". Man habe bei IBM durchblicken lassen, daß die 3031 noch im Preis fallen würde, ."weil eine erhebliche Preisdiskrepanz da ist zwischen der 3031 und der 4341" (Klaiber) - jetzt sei das Gegenteil eingetreten, freut sich der Herzogenauracher.

Etwas überraschend", findet Dieter Hauf, EDV-Leiter der Saba GmbH (Villingen) das Vorgehen des Marktführers- für ihn besteht indessen kein Grund zur Panik: "Die Mietpreiserhöhung bestätigt unsere Politik, nicht von der Hand in den Mund zu leben." Hauf cool: Wir machen unsere Planungen."

Mehr Vertrauen in die Ankündigungspolitik seines Hardware-Lieferanten hatte bislang offensichtlich ein Anwender, der aus verständlichen Grinden nicht namentlich genannt werden will.

Auf die Preiserhöhung donnerte er nämlich spontan: "Das ist eine Schweinerei."