Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

18.11.1994

IBM, Apple und Olivetti verlieren Marktanteile Leicht sinkende europaeische PC-Verkaeufe im zweiten Quartal

MUENCHEN (CW) - Compaq baut die Vormachtstellung aus, Vobis ist nun staerkster PC-Anbieter europaeischer Provinienz. Auf diese Formel lassen sich die PC-Verkaufszahlen fuer das dritte Quartal in Europa bringen, die das "Wall Street Journal Europe" und Dataquest ermittelt haben. Im Zeitraum von Juli bis September 1994 konnten die PC-Anbieter 2,47 Millionen Rechner absetzen.

Im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode bedeutet das einen Zuwachs um 9,3 Prozent. Allerdings lagen die Auslieferungen im zweiten Quartal 1994 noch bei 2,58 Millionen Stueck.

Schuld an dem Rueckgang, so die Marktforscher, sind die Hersteller zum Teil selbst. Distributoren seien im zweiten Quartal mit Ware vollgestopft worden, die sich trotz anziehender Konjunktur langsamer als erwartet verkaufen liess.

Apples Anteil sank von 7,8 Prozent im Jahr 1993 auf 6,6 Prozent. Das Unternehmen konnte die Nachfrage nach seinen neuen Notebooks nicht befriedigen und hatte andererseits mit einem zaehen Verkauf der Power-PC-Macintosh zu kaempfen. Der Katalog von Software fuer Power-Macs fiel schmaler aus als erhofft. Das hat wohl einige Kunden vom Kauf abgehalten, so das "Wall Street Journal".

Um die IBM stand es aehnlich: Einige Warengruppen lagen schwer in den Laegern, andere konnte man nicht liefern. Die falschen Forecasts und auch die unuebersichtlich gewordene Produktvielfalt fuehrten am 17. Oktober zur Neuausrichtung der weltweiten IBM-PC- Strategie.

Olivetti verlor den Rang als Nummer eins der europaeischen PC-Bauer an Vobis und bedient nur mehr 4,4 Prozent des Marktes, haelt sich aber mit hoeheren Margen schadlos. Die Umsaetze steigen nach Aussagen von Olivetti-Manager Bruno Lamborghini um 32 Prozent. Die Italiener konnten deutlich mehr hoeherwertige PCs absetzen. Profitiert von den Einbruechen der Konkurrenz hat wieder einmal Compaq. Einen Satz nach vorn machte auch Escom mit nun vier Prozent, knapp vor Hewlett-Packard, die ihren Marktanteil ebenfalls steigerten. Neu unter den europaeischen Top Ten ist Siemens-Nixdorf. Die Muenchner halten Platz acht und draengten die Zenith Data Systems aus den Raengen.

Im vierten Quartal werden die PC-Verkaeufe in Europa noch einmal stark anziehen, wenn man Compaqs Europa-Chef Andreas Barth glauben darf. Er prognostiziert ein Wachstum zwischen zehn und zwoelf Prozent.

Hersteller 1994/1993

Compaq 14,1/10,9

IBM 10,0/12,0

Apple 6,6/7,8

Vobis Highscreen 4,8/4,3

Olivetti 4,4/5,2

Escom 4,0/2,7

Hewlett-Packard 3,9/3,4

Siemens-Nixdorf 3,8/3,0

Digital 3,0/2,1

AST 2,9/2,5

Der europaeische PC-Markt im dritten Quartal 1994 (Prozentangaben nach Stueckzahlen)

Quelle: Dataquest