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02.05.1997 - 

Strategiepapier mit Fünfpunkte-Plan

IBM bekennt sich zu Java und Asynchronous Transfer Mode

IBM zeigt beim Networking wieder Flagge. Nach der legendären Network Blue Print - über deren Umsetzung man allerdings geteilter Meinung sein kann - wurde jetzt mit der Network Computing Roadmap ein neues Strategiepapier veröffentlicht. Laut Lee Robert, General Manager der Networking Hardware Division, hat IBM alle Konzernbereiche auf das neue Framework eingeschworen.

Wesentliche Inhaltspunkte des Papiers sind die Festlegung auf Java als Entwicklungssprache der Zukunft sowie auf ATM als wegweisende Backbone-Technologie. Für Robert besteht auch kein Zweifel, daß IBM und nicht Cisco der Marktführer im Networking ist. Cisco, so der Manager, sei zwar mit 75 Prozent Marktanteil Spitzenreiter im Routing, generiere aber ausschließlich mit dieser Technologie seinen Umsatz von fünf Milliarden Dollar. IBM hingegen verfüge sowohl bei Netzsoftware als auch -hardware über ein durchgängiges Angebot und erziele damit einen Umsatz von zwölf Milliarden Dollar.

Einen weiteren Seitenhieb versetzt Big Blue dem Erzrivalen in der Roadmap, indem der Routing-Technologie für den Network-Centric-Ansatz von IBM keine Zukunftschancen eingeräumt werden. Gleichwohl betonte Robert, daß sein Unternehmen weiterhin alle Routing-Protokolle unterstützen werde.

Für die Umsetzung des Network Centric Computing nannte IBM fünf Schritte: Erstens sollten alle Engpässe durch das Ersetzen von Shared LANs und Router mit ATM-Backbones beseitigt werden. Zweitens müssen Internet- und Intranet-Protokolle eingeführt werden. Drittens sei aus Kostengründen die Konsolidierung der WAN-Leitungen erforderlich. Viertens müssen virtuelle LANs implementiert und fünftens die Dienstequalität für bandbreitenintensive Anwendungen verbessert werden.