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10.02.2009

IBM beschwört die dynamische Infrastruktur

Wolfgang Herrmann ist Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO. Zuvor war er Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel und stellvertretender Chefredakteur COMPUTERWOCHE. Zu seinen thematischen Schwerpunkten gehören Cloud Computing, Data Center, Virtualisierung und Big Data.
Nach den großen Kampagnen zu E-Business und On Demand hat Big Blue ein neues Leitthema entwickelt: Die Dynamic Infrastructure soll digitale und physische Welten verschmelzen.

Heute stellt IBM die wesentlichen Elemente für die IT-Infrastruktur des 21. Jahrhunderts vor." Mit diesem gewohnt selbstbewussten Satz kündigte der IT-Konzern Anfang dieser Woche eine breite Palette neuer Produkte an (siehe Kasten). "Wir nennen sie Building Blocks", erläuterte Pete McCaffrey, der bei IBM den vielsagenden Titel "Director of Strategy for Dynamic Infrastructure" trägt. Dahinter verberge sich eine Sammlung von Produkten und Services, die es Kunden ermögliche, digitale und physische Welten zu vereinen. Am Ende könnten Unternehmen und Behörden von einer effizienteren Infrastruktur profitieren und die "Herausforderungen eines "global integrierten Planeten" besser beherrschen.

Von der "konvergierenden Infrastruktur" verspricht sich IBM große Absatzchancen. Die Strategen zitieren unter anderem das Marktforschungs- und Beratungshaus IDC. Demzufolge könnte das Marktpotenzial für entsprechende Software, Server und Dienstleistungen im Jahr 2012 auf rund 95 Milliarden Euro anschwellen. Bei genauerem Hinsehen handelt es sich bei den neuen Angeboten zu einem großen Teil um neue System-Management-Software aus der "Tivoli"-Familie. Hinzu kommen Systeme für die Bereiche Sicherheit, Daten- und Speicher-Management sowie eine ganze Reihe einschlägiger Services.

"Alle diese Teile erlauben eine erweiterte Sicht auf die Infrastruktur", führte McCaffrey aus. Die IDC-Analystin Mary Johnston Turner relativierte unterdessen die Tragweite der Ankündigung: IBM habe schon seit etlichen Jahren darüber gesprochen, die Idee des Service-Managements über die reine IT hinaus zu erweitern. "Es handelt sich überwiegend um bereits existierende Techniken, die nun auf neue Gebiete angewendet werden, um IT-Ressourcen zusammenzufassen und sie effizienter zu nutzen." Aus der Sicht von IBM-Manager McCaffrey bildet die dynamische Infrastruktur darüber hinaus auch die technische Basis, die Unternehmen benötigen, um Benutzern Cloud-Computing-Dienste anzubieten.

Warum Unternehmen die neue Infrastruktur überhaupt brauchen, erläutern die Marketiers des blauen Riesen anhand von drei zentralen Anforderungen. An erster Stelle steht demzufolge die Integration der digitalen und physischen Infrastrukturen. Die IT sei gehalten, nicht nur das Management von Geschäftsprozessen und Infrastrukturkomponenten zu ermöglichen, sondern auch neue und bessere Services hervorzubringen. IBM bezeichnet die daraus resultierende Aufgabenstellung als "Service-Management". Eine zweite Herausforderung sieht der Konzern im Verwalten, Speichern und Auswerten der rund 15 Petabyte an Informationen, die die Welt täglich erzeuge. Kaum überraschend kommt hier IBMs Leib- und Magenthema Information Management ins Spiel.

Last, but not least geht es den Strategen darum, die "massiven Ineffizienzen" heutiger Infrastrukturen zu reduzieren.

Die wichtigsten Ankündigungen (Auszug)

  • Tivoli Automation Manager: Die Software soll das Entwickeln und Verwalten von Anwendungen und Services automatisieren.

  • Tivoli Storage Manager: Software für eine effizientere Verwaltung von Speicherumgebungen.

  • Tivoli Key Lifecycle Manager: Management-Software für das Verwalten von Encryption-Systemen.

  • Tivoli Monitoring für Energy Management: Software zur Kontrolle und Steuerung des Energieverbrauchs.

  • "ProtecTIER" Deduplication Appliance: Integriertes System aus Server, Speicher und Software, das redundante Daten identifiziert.

  • XIV Storage-System: Speichersystem mit niedrigem Einstiegspreis.

  • Internet Security Systems: Services zum Absichern kritischer Daten.

  • Infosphere Warehouse for System z: Software zum Einrichten eines Data Warehouse auf System-z-Großrechnern.

  • IBM Service Management Industry Solutions: Software- und Serviceangebot, das auf bestimmte Branchen wie Energieversorgung, Telekommunikation, Handel und Produktion zugeschnitten ist.

  • Service Management Implementation Enhancement & Accelerators: Die Dienstleistungen sollen Kunden beim Entwickeln neuer Services und beim Planen von Anwendungen helfen.