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01.03.1996 - 

Drei 64-Bit-Prozessoren in der Entwicklung

IBM bestreitet Ueberlegungen zur Abkehr von Power-PC-CPU

In der CW wurde unter anderem ueber technologische Probleme bei dem Power-PC-Prozessor "620" geschrieben, deretwegen man sich bei Big Blue Gedanken ueber das Technologiekonzept zukuenftiger RS/6000- und AS/400-Systeme machen (vgl. CW Nr. 1 vom 5. Januar 1996, Seite 1: "Probleme mit Power-PC-CPU ...").

Drei 64-Bit-Prozessoren fuer die Zukunft

Berichten des britische Brancheninformationsdienstes "Computergram" mit Bezug auf seine Schwesterzeitschrift "Unigram X" und andere, nicht naeher bezeichnete Informationsquellen zufolge hatte die IBM die Fortentwicklung des 620-Chips bereits aufgegeben. Statt dieses Bausteins wolle Big Blue in Workstations die Chipimplementation der Power-PC-CPU benutzen, die auch in den neuen AS/400-Modellen eingesetzt wird.

"Computergram" zitierte darueber hinaus den Leiter der AS/400- Entwicklungsabteilung in Rochester, Frank Solti, mit Ueberlegungen, den P7-Prozessor von HP und Intel fuer zukuenftige Rechnergenerationen zu benutzen. Allerdings handele es sich dabei nur um Gedankenspiele ueber moegliche Power-PC-Alternativen.

Diesen Darstellungen trat die IBM nun entgegen. Der Power-PC-Chip "604" werde die "gesamte Produktfamilie durchdringen". Ausserdem werde dieser fuer kommerzielle Aufgabengebiete gedachte Prozessor durch eine Reihe von Erweiterungen zu den Versionen "604e" und "604++" fortentwickelt. Gegen Ende 1996 erwarte Big Blue die Marktreife des verbesserten Power-2-"Superchip", der vor allem bei technischen Anwendungen zum Einsatz komme.

Zudem engagiere sich die IBM derzeit auf drei 64-Bit- Mikroprozessor-Feldern: Eine sogenannte Entwicklungsvereinigung arbeite am Power-PC-Chip 620. In Rochester, Minnesota, werde fuer kommerzielle Hochleistungsanwendungen unter AIX und OS/400 der "Apache"-Prozessor entwickelt. Fuer kommerzielle und technische Anwendungsgebiete gedacht ist die "630"-CPU aus den Labors in Austin, Texas.

Nach den Worten von Klaus Neumann, dem Leiter der Marketing- Abteilung RS/6000 und AIX bei der IBM in Stuttgart, plane man ferner, die 630-CPU in Hochleistungs-Workstations ab Ende 1997 und in -Servern ab 1998 einzusetzen. "Selbstverstaendlich" bleibe die Binaerkompatibilitaet mit AIX ueber die gesamte Mikroprozessor- Familie erhalten.