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22.06.2001 - 

Günstigere Softwarelizenzen für bescheidene Anwender

IBM bringt abgespeckte Modelle der P-Serie

MÜNCHEN (CW) - Big Blue bringt spezielle Vier-Prozessoren-Versionen der Modelle 620 und 660 aus der P-Serie auf den Markt. Dadurch können Anwender Software unter wesentlich kostengünstigeren Lizenzformen nutzen.

Die P-Serie-Typen 620 und 660 lassen sich mit bis zu sechs "S-Star"-Prozessoren mit 668 Megahertz ausstatten. In den neuen abgespeckten Modellen sind bei gleichem Motherboard zwei dieser Steckplätze effektiv ausgeschaltet. Dadurch schließt IBM eine Lücke im Angebot, die dadurch entsteht, dass die Vier-Wege-Systeme H70, F50 und H50 aus der Reihe RS/6000 ab Mitte Juli dieses Jahres nicht mehr geliefert werden.

Die abgespeckten P-Server haben einen mit 660 Megahertz etwas langsameren Prozessor. Der Tower-Rechner 620, Modell 6FO, mit vier CPUs, 8 GB RAM und 109 GB Festplattenkapazität kostet in den USA 137 170 Dollar. Die Rack-Version 660, Modell 6H0, kommt mit 4 GB RAM und 36 GB Festplatte auf 64 861 Dollar.

Die Beschränkung der Systeme hat für die Kunden erhebliche Konsequenzen: Sie können sich eine Menge Geld für Softwarelizenzen sparen. Die Sechs-Wege-Maschine hätte es notwendig gemacht, dass beispielsweise Anwender der Datenbanken Oracle-8i oder IBMs DB2 die teuren (gleichnamigen) Versionen "Enterprise Edition" bezahlen müssen.

Oracles Lizenzpreismodell "Universal Power Unit" (UPU) funktioniert folgendermaßen: Man multipliziert die Zahl der CPUs mit ihrer Megahertz-Leistung und noch einmal mit dem Faktor 1,5. Dieser "UPU-Wert" ist dann mit dem Kostenfaktor der Lizenzversion zu multiplizieren, nämlich 15 Dollar im Fall der Standard Edition oder 100 Dollar im Fall der Enterprise Edition.

Der kleine Vier-Wege-Rechner der P-Serie käme so auf einen UPU-Wert von 3600 und bei 15 Dollar pro UPU für die Standard Edition der Datenbank auf einen Lizenzpreis von 54 000 Dollar. Wenn man nach einer Berechnung von "Computerwire" noch die Preise für Updates und Support addiert, allerdings auch den Discount von Oracle wieder abzieht, kommt man am Ende auf einen Lizenzpreis von 52 704 Dollar.

Einen bisherigen P-Server 620 stuft Oracle allerdings von vornherein anders ein, weil er sich mit bis zu sechs Prozessoren bestücken lässt. Selbst wenn man nur vier CPUs mit 600 Megahertz installiert hat, der UPU-Wert also 3600 beträgt, sind pro UPU 100 Dollar für die Enterprise Edition der Datenbank fällig. Das macht 360 000 Dollar. Hier kommt man unter Berücksichtigung von Update- und Supportkosten sowie Discount auf einen effektiven Softwarepreis von 307 440 Dollar.

Wenn sich ein IBM-Kunde also gleich mit den neuen abgespeckten P-Servern bescheidet, spart er 254 736 Dollar. Das ist immerhin fast das Doppelte der Kosten eines P-Server-Towers 620 in akzeptabler Konfiguration.

Anwender der IBM-Datenbank DB2 sparen ebenfalls, wenn auch nicht so viel. Auf dem Vier-Wege-P-Server können sie die "Workgroup Edition" in Lizenz nehmen, was alles in allem 89100 Dollar kostet. Ein normaler P-Server braucht auch mit vier Prozessoren die Lizenz Enterprise Edition, wofür dann "all inclusive" 126000 Dollar hinzulegen wären. Also spart ein DB2-Anwender bei der kleinen Baureihe rund 37000 Dollar.

Die abgespeckten Server 620 und 660 der P-Serie sind in den USA bereits erhältlich. Laut IBM kommen die als "Low-end" bezeichneten Systeme in Deutschland am 15. Juni 2001 auf den Markt.