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14.08.1998 - 

Branchenkenner kritisieren das späte Engagement

IBM bringt eigene Ethernet-Switches und Hubs auf den Markt

IBM schließt sich mit dem Ethernet-Angebot dem Mainstream in der Networking-Society an. Vermutlich reagiert das Unternehmen damit auf die Flucht zahlreicher Token-Ring-Nutzer ins Ethernet-Lager und die Schwierigkeiten von ATM bei der Anbindung von Desktops. Die angekündigten Produkte umfassen sowohl Desktop- und Stackable Hubs und Switches für kleine und mittlere Unternehmen sowie Workgroups als auch modulare Routeswitches für große Unternehmen.

Für einige kommt die Wendung allerdings zu spät. "Wäre das Angebot 1995 aktuell gewesen, als wir uns für Ethernet entschieden haben, hätten wir die IBM-Produkte in Erwägung gezogen", gab John Bonkowsky, Network Re- search und Development-Manager beim United Parcel Service of America Inc. in Mahwah, New Jersey, zu bedenken. Jetzt hat er sich längst für 3Com entschieden. Schützenhilfe bekommt Bonkowsky von Marktforschern: "IBM hat Token Ring zu lange verteidigt", äußerte beispielsweise Tom Nolle, President der Cimi Corp. aus Voorhees, New Jersey.

IBMs Token-Ring-Kunden zeigen sich nicht irritiert. Nach Meinung eines Anwenders war die Ergänzung der Produktpalette unumgänglich. Er vertraut jedoch auf IBMs Bekenntnis zu Token Ring und ATM. Sein Unternehmen verbindet 1500 Knoten in teils weit auseinanderliegenden Niederlassungen mit Token Ring und plant keinen Umstieg auf Ethernet.

IBM setzt Kooperation mit Xylan fort

Ironischerweise hat IBM schon früher Ethernet-Switches verkauft, zunächst von der Firma Kalpana. Diese wurde jedoch schließlich von Cisco übernommen, und IBM blieb mit einem einzigen eigenen Switch-Modell zurück. Später begann Big Blue, Ethernet-Switches von Xylan zu vertreiben.

Nun erweitert IBM die Partnerschaft mit Xylan und vermarktet zudem eigene Produkte. Dazu gehören eine Familie von 10Base-T-Ethernet-Desktop-Switches, 10/100-Stackable-Hubs und 10-Mbit/s-Desktop-Hubs. Die Geräte sollen nach Angaben von IBM im dritten Quartal 1998 verfügbar sein. IBMs Ethernet-Desktop-Switch "8275" bietet elf 10Base-T-Ethernet-Ports und zwei 10/100Base-TX-Ports. Das Gerät unterstützt Halb- und Vollduplex an jedem Port, Web-Management und Remote Monitoring (RMON).

Den 10/100-Ethernet-Stackable-Hub "8245" gibt es wahlweise mit zwölf oder 24 Ports. Er unterstützt Autosensing mit bis zu 144 Ports in einem Stack, außerdem RMON und das Simple Network Management Protocol (SNMP). Er schützt vor unbefugtem Eindringen in ein Netz. Die Familie der Ethernet-Desktop-Hubs "8242" mit 10 Mbit/s eignet sich für den Anschluß von Desktops. Das Modell ist mit acht oder 16 Ports verfügbar. Der LAN-Routeswitch "IBM 8274 Nways" unterstützt Ethernet, Fast Ethernet, Token Ring, FDDI, ATM, CDDI und Frame Relay. Dank der LAN-to-ATM-Switching-Funktionen können Anwender den 8274 für die Migration ihres Netzes nutzen. Das Produkt kann bis zu 220000 Pakete pro Sekunde routen.