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22.02.2002 - 

Neue Verlockung zur Server-Konsolidierung

IBM bringt günstige Einstiegs-Mainframes

MÜNCHEN (CW) - IBM kündigt unter dem Titel "z800" eine Mainframe-Klasse an, deren Preis weit unter dem für Großrechner Üblichen liegt.

Ab 375000 Dollar kosten die neuen Einstiegs-Mainframes, sonst sind IBM-Großrechner nicht unter einer Million Dollar zu haben. Während die großen z-Series-Mainframes acht oder 16 CPUs plus zwei beziehungsweise vier I/O-Prozessoren haben, sind alle z800-Rechner mit vier Workload-CPUs und einem I/O-Prozessor ausgestattet. In der kleinsten Konfiguration ist nur eine Haupt-CPU aktiviert, weitere lassen sich, wenn Spitzenbelastungen zu erwarten sind, binnen Minuten zu- und danach wieder abschalten.

Zur Standardausstattung der z800 gehören 8 GB Arbeitsspeicher, ausbaubar in Schritten von jeweils 8 GB auf maximal 32 GB RAM. Die Geräte unterstützen bis zu 240 Escon-Kanäle. Außerdem verfügen die Einstiegs-Mainframes wie ihre großen Brüder über die Hypersocket-Technologie, eine sehr schnelle Verbindung zwischen den einzelnen Speichern der virtuellen Server in einer Box. Das "Parallel Sysplex Clustering" bringt den kleinen Mainframes die Ausfallsicherheit der z-Series.

Auf den z800, entwickelt unter dem Codenamen "Raptor", lassen sich die Betriebssysteme z/OS, z/VM, OS/390, VM/ESA, VSE/ESA, installieren. Preislich richtig attraktiv wird es allerdings erst mit Linux for z-Series, Linux for S/390 oder dem neuen Betriebssystem "z/OS.e". Dieses 64-Bit-System ist eine reduzierte Variante von z/OS, die weder das Transaktionssystem Cics noch die hierarchische Datenbank IMS noch die Programmiersprachen Cobol oder Fortran unterstützt. Damit will IBM die Absatzchancen der großen Mainframes sichern.

IBM begründet die Beschneidung des Betriebssystems mit der funktionalen Ausrichtung der z800. Die Einstiegs-Mainframes werden vorrangig für Internet-orientierte Anwendungen positioniert. Sie sollen als Web-, Print-and-File- sowie E-Mail-Server dienen. Ihre Aufstellung als E-Business-Plattform unterstreicht IBM mit der Unterstützung von Websphere, Java und DB2. Big Blue bewirbt die neuen Rechner mit dem Hinweis, auf ihnen ließen sich "Hunderte Sun oder Intel-Server in einer Box konsolidieren". (ls)