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14.10.1988 - 

Multiusing für PS2-Rechner mit RPG-II-Anwendungen:

IBM bringt neue Produkte im PS/2-Umfeld

MÜNCHEN (CW) - Die PS/2-Familie bekommt Zuwachs im Soft- und Hardwarebereich. Wie erwartet, gibt es letzt ein neues /2-Modell ohne Mikrokanai (siehe CW Nr. 39, Seite 21) sowie die Möglichkeit, RPG II-Anwendungen auf dieser Familie laufen zu lassen (siehe CW Nr. 37,

Seite 1).

Bestätigt haben sich die Erwartungen, daß RPG-II-Anwendungen von der /36-Familie auf PS/2-Rechner portiert und dort auch entwickelt werden können. Dadurch wird IBM zufolge das System /2 nicht nur mehrplatzfähig, sondern kann im Multi-User-Betrieb auf die RPG-II-Anwendungen zugreifen. Die RPG-II-Portierung wird durch eine Erweiterung des OS/2 erreicht. Dadurch sind bis zu acht Arbeitsplätze - ASCII-Bildschirme, XT286, AT03 oder Rechner aus der PS/2-Familie - am PS/2-"Host" anschließbar.

Nach eigener Aussage will IBM die RPG-II-Anwendungen für das PS/2 anbieten, um so die Benutzer zum Einstieg in die /36- und AS/400-Welt zu bewegen. Vom Preis und von der Leistung her biete sich das Multiusing nur für PS/2-Rechner mit 80286-Prozessor sowie für den Anschluß von nicht mehr als vier Bildschirmen an, so Jörg Balser, Mitarbeiter der Presseabteilung von IBM. An eine Ablösung der /36-Rechner werde dabei nicht gedacht, zumal erst kürzlich eine neue /36-Version angekündigt worden sei.

Demnächst soll auch Netview/PC V1 Release 2 des Netzwerk-Managementsystems Netview/PC auf den Markt kommen. Es wird dann unter der Extended Edition 1.1 von OS/2 laufen und soll Hostverbindungen ohne den Realtime Interface Koprozessor (RTIC) ermöglichen. Unterstützt wird Netview/PC durch das Change Management PC Node Executive, das den direkten Anschluß von PS/2-Rechnern und Nicht-SNA-Komponenten an den Host durchführt.

Für PS/2-Maschinen ab Modell 50 und für DOS-Rechner mit 80286-Prozessor ist das integrierte Grafikpaket Display-Graphics gedacht. Das Programmpaket besteht im wesentlichen aus Editoren für Grafik, Geschäftsgrafik und Text. Alle Paketteile sind mausgesteuert und in den Grafikteilen mit Icons versehen. Nicht nur Standardformate wie DIF, SILK und ASCII werden verarbeitet, auch der Austausch von Charts und Texten mit Hosts ist möglich.

Das in den USA bereits angekündigte PS/2-Modell 30 286 ohne Mikrokanal wird nun auch in Europa ausgeliefert. "Wir wollen am unteren Ende stärker werden. Im Grunde löst das PS/2-30 286 den AT ab", begründete Balser die Einführung dieses Modells. Die gleichzeitige Rückkehr zum AT-Bus erklärte er damit, daß der Rechner mit Mikrokanal zu teuer geworden wäre. Auf dem US-Markt kostet der Rechner rund 3500 Dollar.

Für die Mikrokanalrechner 50 bis 80 gibt es jetzt ein Bandlaufwerk für 0,25-Zoll-Minikassetten, das in den zweiten Laufwerkschacht des Systems eingebaut werden kann. Jede Minikassette kann 80 MB Daten speichern. Der Preis für das Bandgerät inklusive Software liegt bei rund 1500 Mark. Ab dem zweiten Quartal 1989 soll dos Laufwerk nicht mehr nur unter DOS, sondern auch unter BS/2 laufen.

Im Low-cost-Sektor präsentiert IBM vier neue Drucker. Die Neun-Nadel-Drucker 4201 und 4202 kosten 1300 beziehungsweise 1700

Mark. Im Gegensatz zum kleineren Modell bewältigt der 4202 auch DIN-A3-Formate. Beide sind mit dem IBM-eigenen Druckerkopf ausgerüstet, der 320 Zeichen in der Sekunde zu Papier bringt. Der ebenfalls neue 24-Nadel-Drucker 5204 steht mit fast 4000 Mark auf der Preisliste.

Mit 2 MB Speicherkapazität wartet der vierte unter den Neuen, der 6000 Mark teure Laserdrucker 4216-010 auf. Der nicht Postscript-fähige Drucker arbeitet in zwei Modi. In dem am HP-Laserjet orientierten Modus erreicht das Gerät bei Grafiken die Standardauflösung von 300 mal 300 Punkte pro Zoll.

Im IBM-Proprinter-Modus sind es 240 mal 72 Punkte pro Zoll. Wegen mangelnder Nachfrage, so IBM, sollen künftig keine mehrfarbfähigen Tintenstrahldrucker mehr gebaut werden.