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27.04.2001 - 

Nachfolger der RS/6000-Reihe

IBM bringt neue Pserver gegen Sun

MÜNCHEN (CW) - Nachdem Sun Microsystems seine neuen "Ultrasparc-III"-Server vorgestellt und seine älteren Maschinen teils drastisch verbilligt hat, kontert IBM mit seinen ersten beiden Midrange-Servern mit SOI-Prozessoren (SOI = Silicon on Insulator).

Die "Pserver 620" und "Pserver 660" sind die Nachfolger der RS/6000-Maschinen "F80" beziehungsweise "H80". Gegenüber diesen bieten sie laut Marketing-Vice-President Mike Kerr durchschnittlich zwischen 30 und 40 Prozent mehr Leistung. Die SOI-CPU "RS64-IV" hatte Big Blue erstmals vor einem halben Jahr im Highend-System "P680" (Nachfolger der "S80") eingesetzt. Sie takten zwischen 600 und 668 Megahertz.

Die neuen Maschinen im Detail: Der Perver 620 ist ein Stand-alone-Tower mit ein bis sechs CPUs vom Typ "RS64-III/IV" (Spitzenmodell "7025" mit sechs CPUs nur mit RS64-IV), 256 oder 512 MB Arbeitsspeicher (maximal 16 beziehungsweise 32 GB), zwischen 2 und 8 MB L2-Cache pro Prozessor, 9,1 GB interner Festplattenkapazität (maximal 509,6 GB) und zehn PCI-Steckplätzen. Der Preis beginnt bei 17000 Dollar. Der Pserver 660 ist ein Rackmount-System mit ein bis sechs CPUs vom Typ "RS64-III/IV (Spitzenmodell "7026" mit sechs CPUs nur mit RS64-IV), 256 oder 512 MB Arbeitsspeicher (maximal 16/32 GB), zwischen 2 und 8 MB L2-Cache pro Prozessor, 36,4 GB interner Festplattenkapazität und 28 PCI-Steckplätzen. Preis: ab 21000 Dollar.

Zeitgleich kündigte IBM das neue Release 5.1 des hauseigenen Unix-Derivats AIX 5L an. Das zuvor unter dem Codenamen "Monterey" gehandelte und gemeinsam mit SCO und Sequent entwickelte Betriebssystem soll dank "Linux affinity" die Portierung von ursprünglich für Linux geschriebenen Anwendungen auf die IBM-Plattform erleichtern. AIX 5L läuft neben Power-PC-Prozessoren auch auf Intels IA-64-Chiparchitektur. Zukünftig will IBM das Open-Source-Unix Linux auf den Pservern aber auch nativ unterstützen.

Ein zentrales Feature lassen aber auch die neuen IBM-Modelle weiterhin vermissen. Sie ermöglichen noch keine logische Partitionierung, der Betrieb mehrerer voneinander abgeschotteter Betriebssystem-Instanzen auf einem Server ist also nicht möglich. Diese Fähigkeit, mit der Big Blue aus dem Mainframe-Umfeld ausreichend Erfahrung hat, sollen jedoch ab Herbst erhältliche neue Highend-Systeme (Codename "Regatta") aufweisen. Sowohl Sun als auch HP bieten in ihren größten Unix-Rechnern ("Starfire", "Superdome") bereits logische Partitionierung an.

Der Unix-Server-Markt wuchs nach Angaben von IDC von 25,5 Milliarden Dollar (1999) im vergangenen Jahr auf 29 Milliarden Dollar. Marktführer Sun kam hier auf 35 Prozent Marktanteil, gefolgt von Hewlett-Packard (23 Prozent) und IBM (19 Prozent).