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Hardware inzwischen quasi identisch mit der i5-Serie

IBM bringt Unix-Server mit Power-5-Prozessor heraus

16.07.2004
MÜNCHEN (CW) - Zwar verspätet, doch zu einem aus Sicht von Analysten günstigen Zeitpunkt bringt IBM erste Unix-Server mit Power-5-Prozessoren auf den Markt. Viele Fähigkeiten der neuen AIX-Systeme wurden aus der I-Series übernommen.

Nachdem IBM den Power-5-Prozessor zunächst in der I-Series - neuerdings eServer i5 - eingeführt hatte, sind nahezu identische Server ab Ende August unter der Bezeichnung "eServer p5" auch mit dem hauseigenen Unix-Derivat AIX zu haben. Big Blue hat die früheren I- und P-Series zusammengeführt. Dank aus der I-Series übernommener Virtualisierungstechnik können sie die Betriebssysteme AIX, i5/OS (vormals OS/400) und Linux parallel fahren.

Mit Hochdruck hat IBM daran gearbeitet, die unter dem Codenamen "Squadron" entwickelten Power-5-Server auch unter der erheblich verbesserten AIX-Version 5.3L auf den Markt zu bringen. Im Grunde hat Big Blue sein Unix von der früheren Power-Hardware gelöst und auf die I-Series-Architektur portiert, wo viele der "neuen" Features schon seit Jahren verfügbar sind.

Schon seit 1997 basierten AS/400 und RS/6000 auf einer gemeinsamen Kern-Hardwareplattform, und seither wuchsen beide Server-Linien immer mehr zusammen. Wichtigstes Differenzierungsmerkmal ist heute das Betriebssystem - das "i" im i5/OS steht für "integriert", weil es eine Komplettlösung zur Datenverarbeitung mit Datenbank, Middleware, Compilern und anderem bereitstellt. Das "p" der eher Barebone-artigen Unix-Server dagegen bedeutet "Performance".

Die hohe Leistung der Power-Prozessoren bei günstigen Preisen war es, die IBM in den letzten fünf Jahren zu einem echten Wettbewerber im Unix-Markt gemacht hat, der lange von Hewlett-Packard und Sun Microsystems dominiert worden war. Das Timing für die eServer p5 könnte aus Sicht von Analysten kaum besser sein, denn beide Konkurrenten sind gegenwärtig geschwächt. "IBM ist in seinem Produktzyklus gerade sehr stark. Bei den Wettbewerbern herrscht ein wenig Ebbe, weil sie in Umstellungsschwierigkeiten stecken", erklärt Illuminata-Analyst Jonathan Eunice mit Hinblick auf Suns Unterstützung für Fujitsus Sparc 64 und HPs Wechsel von PA-Risc auf Itanium.

Mark Papermaster, Vice President for Technology Development der Systems Group von IBM, gibt an, die neuen eServer p5 böten im Schnitt die doppelte Leistung der Power-4(+)-Maschinen, die sie ablösen. In Benchmarks, die vor allem Speicher- und I/O-Bandbreite oder Numbercrunching-Fähigkeiten erfassen - etwa TPC-C oder Linpack - liegen sie sogar besser, bei reiner Integer-Performance etwas darunter.

Vier neue Maschinen mit zwei ("p5-520") bis 16 ("p5-570") Prozessoren hat IBM am Dienstag angekündigt - sie unterscheiden sich marginal von den im vergangenen Mai präsentierten i5-Squadrons, basieren aber auf den gleichen Designs. Detaillierte Informationen zu den Konfigurationen finden Interessierte unter www-1.ibm.com/servers/eserver/pseries/hardware/pseries_storage.pdf. Größere Systeme bis 64 Wege werden für Ende des Jahres erwartet.

AIX 5.2 wird noch unterstützt

Das neue AIX-Release 5.3 sollte schon Ende vergangenen Jahres fertig sein. Die Loslösung von der Power-Hardware und Anpassung an den "Hypervisor"-Layer (den die I-Series schon zuvor aufwies) war aber offensichtlich eine echte Herausforderung. Aufgrund der stark veränderten Technik und der bislang nur kleinen Zahl zertifizierter Anwendungen geht IBM den unüblichen Schritt, auf den Squadron-Servern auch noch das ältere AIX 5.2 zu unterstützen. Damit sind allerdings keine Partitionen unterhalb eines Power-5-Kerns möglich - wer die neuen Fähigkeiten von bis zu zehn Micropartitions pro Core nutzen will, muss Version 5.3 einsetzen. (tc)