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22.05.1998 - 

Spezielles Partnerprogramm soll für rasche Verbreitung sorgen

IBM bündelt Tools für die Web-Entwicklung

Letztes Jahr wurden über das Internet Waren und Dienstleistungen im Wert von acht Milliarden Dollar verkauft. Im Jahr 2002 sollen es laut International Data Corp. bereits 333 Milliarden Dollar sein, was einem Prozent des Welthandelsvolumens entspricht. Von diesem Boom profitieren derzeit eine Reihe von Internet-Firmen und Tool-Anbietern. Auch IBM hat diesen Trend anscheinend erkannt und stellte in Orlando neue Web- Tools vor.

Bei Web Sphere handelt es sich um eine Entwicklungsplattform, in der Programmier-, Publishing-, Verteilungs-, Schnittstellen- und Management-Werkzeuge für Web-Anwendungen gebündelt werden. Als Konkurrenz sieht Emilie McCabe, Vice-President von IBMs Software Solutions Division, Produkte wie "Kiva" von Netscape, "Apptivity" von Progress oder "Netdynamics" des gleichnamigen Herstellers.

Ab Herbst auch Enterprise-Javabeans

Herzstück der Suite ist der "Web-Sphere Application Server", Codename "Hurricane". Er läuft auf gängigen HTTP-Servern wie Netscapes "Enterprise Server" oder "Fast Track", Microsofts "Internet Information Server", "Apache" und dem "Lotus Domino Go Web-Server". Im Herbst, so verspricht IBM, unterstützt der Server auch Enterprise-Javabeans (EJB). Daneben plant Big Blue, Schnittstellen zu der hauseigenen Transaktions-Management-Software "TX Series" und dem "Component Broker" bereitzustellen, um die Skalierbarkeit von Web-Anwendungen zu gewährleisten. Zudem sollen Benutzer die Möglichkeit haben, die Middleware "MQ Series" und die "Universal Database" (UDB) bei der Applikationsentwicklung mit einzubinden.

Anwender von Standardsoftware können über spezielle Gateways den Funktionsumfang ihres Standardpaketes mit Hilfe von Web-Sphere erweitern. Mit dem "SAP R/3 Access Builder" steht dazu ein erstes Interface bereit, Anbindungen für Baan oder Oracle folgen, erklärt McCabe.

Eine weitere Komponente von Web Sphere ist das "Performance Pack", Codename "Nagano". Damit sollen sich die Performance, Verteilung von Applikationen, File-Systeme und Server-Last von Web-Anwendungen steuern und überwachen lassen. Als Entwicklungswerkzeuge integriert IBM "Visual Age for Java" sowie das HTML-Publishing-Tool "Netobjects Fusion". Später sollen Visual-Age-Tools für andere Plattformen (RPG, OS/2, OS/390 etc.) in Web-Sphere integriert werden. Ein erstes komplettes Bündel von Web Sphere (Visual Age for Java, Netobjects Fusion und Application Server) soll Ende Juni zur Verfügung stehen. Anwender können sich die Betatest-Version unter www.software.ibm.com herunterladen.

Das "Solution Developer Program" soll der Verbreitung von Web Sphere Vorschub leisten und IBMs Softwarepartner in puncto Vertrieb, Marketing und Support unterstützen (www.developer. ibm.com).