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29.04.2005

IBM-Chef kündigt "aggressive Maßnahmen" an

Palmisano will Konzernteile restrukturieren und das operative Geschäft stärken.

Die enttäuschenden Geschäftsergebnisse im zweiten Quar- tal sind dem Vorstandssprecher zufolge auch auf hausgemachte Probleme zurückzuführen. IBM werde ihnen mit "aggressiven Maßnahmen" begegnen. Mit dieser Ankündigung versuch- te Samuel Palmisano, die Aktionäre der IBM von der Ernst- haftigkeit seines Vorhabens zu überzeugen. Teile des Konzerns würden restrukturiert, um Bürokratie abzubauen und mehr Kundennnähe zu schaffen, versprach der Manager auf der Jahreshauptversammlung des Unternehmens.

Mit den Geschäftsergebnissen für das zweite Quartal war Big Blue deutlich hinter den Erwartungen maßgeblicher Finanzanalysten zurückgeblieben. Der Aktienkurs stürzte daraufhin ab, der gesamte IT-Markt wurde an den Börsen in Mitleidenschaft gezogen.

Was die angekündigten Maßnahmen für die rund 330000 Mitarbeiter bedeuten, ist unterdessen Gegenstand heftiger Spekulationen. Steven Fortuna, Finanzanalyst bei der Prudential Equity Group, hält einen Abbau von 10000 bis 20000 Stellen in der Dienstleistungssparte für wahrscheinlich. Standorte in Westeuropa könnten davon am stärksten betroffen sein, denn hier lief das Geschäft besonders schlecht. So fürchtet etwa die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi den Verlust von bis zu 8000 Arbeitsplätzen. Bekannt ist bereits, dass die zur IBM Business Services GmbH gehörenden Standorte in Hannover und Schweinfurt geschlossen werden. Dort sind laut Unternehmensangaben 580 Mitarbeiter beschäftigt.

Genauere Angaben zu den Restrukturierungsmaßnahmen werde man "in Kürze" machen, erklärte Palmisano. Konkreter wurde der CEO, als es um die Entwicklung der Bezüge des Topmanagements ging: Er und 50 weitere Manager würden auf Gehaltserhöhungen verzichten, "bis sich das Geschäft wieder erholt hat". (wh)