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01.03.1985 - 

Amerikanische Großkunden werden zur Kasse gebeten:

IBM Corp. dreht kräftig an SE-Konditionen

MÜNCHEN (ru) - Für den amerikanischen Markt wird die IBM Corp. mit Wirkung vom 1. Juni dieses Jahres ihre Gebühren für Wartung, Software-Lizenzen sowie, die Raten für Miet- und Leasingverträge erhöhen.

Der Aderlaß für die IBM-Kunden beträgt bis zu zehn Prozent. Seine Miet- und -Leasingsätze wird Big Blue um sieben Prozent heraufsetzen. Das gilt auch für die Lizenzgebühren. Bei der Wartung dürfen Eigner der blauen Rechner je nach Produkt zwischen fünf bis zehn Prozent tiefer in die Tasche greifen. Mit sofortiger Wirkung werden die außerhalb der Routine anfallenden Wartungskosten um zehn Prozent angehoben. Ebenfalls bei den Konditionen für System-Engineering haben die Armonker bereits jetzt schon einen Aufschlag von acht Prozent verfügt.

Betroffen von den Erhöhungen sind, so heißt es bei IBM, Anwender von Großsystemen. Dagegen blieben die Wartungsgebühren für den "PC" unverändert. Die preislichen Veränderungen seien das Resultat eines geschäftlichen Rückblicks. IBM-Finanzchef Allen J. Krowe erklärte gegenüber Analysten, daß die Mietumsätze 1985 nur noch einen Anteil von zehn Prozent am Gesamtumsatz haben werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatten die Mieteinnahmen noch 14 Prozent ausgemacht.

Ob es auch zu Gebührenanhebungen für die deutschen Kunden der IBM kommen wird, ist bislang nicht bekannt. Denkbar aber wäre, daß Amerika hier eine Vorreiterrolle spielt, um die Akzeptanz zu testen. Insider glauben denn auch an eine verzögerte Anpassung europäischer IBM-Gebührensätze an die amerikanischen.

Branchenkenner sehen den jüngsten IBM-Dreh an der Preisschraube zum einen als Folge des hohen Dollarkurses. Entscheidender scheint jedoch das Bestreben Big Blues zu sein, Kunden den Kauf anstelle von Miete oder Leasing schmackhaft machen zu wollen. Mit Blick auf die Bilanz dürfte die IBM wissen, daß sich verkaufte Maschinen besser machen als beispielsweise verleaste.