Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

30.01.1998 - 

Services auch letztes Jahr größter Wachstumsträger

IBM dämpft die Erwartungen für 1998

Pessimismus war angesagt, als IBMs Chief Financial Officer (CFO) Lawrence Ricciardi Ende vergangener Woche die Geschäftszahlen für 1997 kommentierte. Trotz einer alles in allem zufriedenstellenden Umsatz- und Gewinnentwicklung seien die Aussichten für das erste Quartal 1998 nicht günstig, hieß es. Sonderaufwendungen wie das Sponsoring der Olympischen Spiele in Nagano und die 200 Millionen Dollar teure Übernahme des US-Softwarehauses Software Artistry, vor allem aber der steigende Dollarkurs sowie die anhaltende Asienkrise dürften sich beim Ergebnis für die ersten drei Monate des neuen Geschäftsjahres negativ bemerkbar machen.

Seine Prognose untermauerte Big Blues Finanzchef auch mit den Zahlen für das vierte Quartal 1997. Bereits hier lag der Gewinn mit 2,1 Milliarden Dollar lediglich um 3,4 Prozent über dem des Vorjahresquartals - unabhängig davon, daß der Umsatz um drei Prozent auf eine neue Rekordmarke von 23,7 Milliarden Dollar geklettert ist.

Der Gewinn je Aktie konnte im Schlußquartal 1997 um mehr als neun Prozent von 1,93 auf 2,11 Dollar gesteigert werden, was Experten jedoch in erster Linie auf die Tatsache zurückführen, daß IBM im vergangenen Jahr für mehr als sieben Milliarden Dollar eigene Aktien zurückgekauft hat, womit sich die Zahl umlaufender Papiere deutlich verringerte.

1997 brachte Big Blue einen neuen Umsatzrekord

Trotz des verhältnismäßig schwachen vierten Quartals konnte Big Blue im gesamten Geschäftsjahr 1997 seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent von 75,9 auf 78,5 Milliarden Dollar erhöhen, was zugleich einen neuen Einnahmenrekord bedeutet. Der Gewinn nach Steuern stieg von 5,9 auf 6,1 Milliarden Dollar, pro Aktie verbesserte sich das Nettoergebnis von 5,53 auf 6,18 Dollar.

Wie schon in den zurückliegenden Jahren ist dabei das Service- und Dienstleistungsgeschäft erneut am stärksten gewachsen, nämlich um 22 Prozent auf einen Umsatz von 19,3 Milliarden Dollar. Als "stabil" erwies sich Ricciardi zufolge das Hardware-Business, das 36,2 Milliarden Dollar in die Kasse brachte. Hier habe man, so der IBM-Manager, Rückgänge im Markt für Home-PCs durch bessere Umsätze bei Desktop- und Server-Lösungen für Geschäftskunden kompensieren können.

Keine Wachstumslokomotive war neben dem Wartungsgeschäft, das um acht Prozent auf 6,4 Milliarden Dollar fiel, einmal mehr auch der Großrechnerbereich. Die Einnahmen gingen trotz Mengenwachstums aufgrund des anhaltenden Preisdrucks zurück, hieß es. Überraschend für viele Beobachter ist auch die Tatsache, daß Big Blues Softwaregeschäft 1997 im Vorjahresvergleich erneut um zwei Prozent auf 12,8 Milliarden Dollar abnahm. IBM-Chef Louis Gerstner ging denn auch bei seinem Statement zur Bilanz 1997 explizit auf diesen Punkt ein. Man habe, so Gerstner, die "Position in diesem wichtigen Markt halten und gegen Jahresende die Nachfrage nach Datenbankprodukten sowie Lotus Notes und Lösungen von Tivoli deutlich steigern können".