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01.10.2004 - 

Keine Verluste, eitel Sonnenschein in der Geschäftsführung

IBM dementiert Probleme mit der Deutschen Bank

STUTTGART (jha) - Das Management der deutschen Niederlassung von IBM Global Services sieht das Outsourcing-Projekt mit der Deutschen Bank entgegen anders lautenden Berichten auf gutem Weg. Rudolf Bauer, Vorstandsmitglied der Stuttgarter Dependance und als Chef der lokalen Dienstleistungsorganisation verantwortlich für den Vertrag, widersprach Meldungen, wonach das Vorhaben Verluste schreibt.

Schon mehrfach plagten die Deutsche Bank Probleme mit dem Projekt, drei Rechenzentren samt mehr als 900 europaweit verteilten IT-Mitarbeitern an IBM Global Services zu übergeben. Im April 2004 berichtete die COMPUTERWOCHE über einen Ausfall der Produktivsysteme, verfehlte Einspareffekte sowie organisatorische Probleme im Notfall. Sprecher beider Unternehmen dementierten oder relativierten dies: Die Betriebsstörung sei ein Routinevorfall gewesen und schnell behoben worden. Die Einspareffekte müsse man über die gesamte Laufzeit errechnen.

Nun legte das "Manager Magazin" nach. Dort hieß es kürzlich, IBM habe im Jahr 2003 vier Prozent Verlust auf den Auftragswert einkalkuliert, tatsächlich seien es jedoch 20 Prozent geworden. Gegenüber der COMPUTERWOCHE schimpfte Rudolf Bauer: "Bullshit." Die genannten Zahlen seien falsch. IBM schreibe keine Verluste mit dem Deal. "Ich persönlich bin sehr zufrieden mit dem Projekt", sagte Bauer. "Es gibt keine Probleme, es gibt Herausforderungen auf technischer Ebene." Seine angebliche Entmachtung in der IBM-Zentrale bestritt er. Nach wie vor trage er die Verantwortung für das Outsourcing-Projekt mit der Deutschen Bank. "Und die werde ich behalten", so der IBM-Manager. Bauer dementierte auch, dass nach dem Weggang von IBM-Chef Walter Raizner ein Machtkampf zwischen ihm und seinem Vorstandskollegen Martin Jetter, Leiter der IBM-Consulting-Sparte, ausgebrochen sei: "In der Geschäftsführungsetage von IBM Deutschland herrscht eine sehr offene Atmosphäre und ein lockerer und angenehmer Umgangston. Sie ist kollegial und positiv wie in wenigen vergleichbaren Unternehmen." Das ausführliche Interview erscheint in der nächsten Ausgabe der COMPUTERWOCHE. (jha)