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10.05.2002 - 

Notes-Konferenz Admin 2002

IBM Deutschland schafft keine Klarheit über Notes-Strategie

MÜNCHEN (ws) - Die Konferenz Admin 2002 in München sollte Notes-Praktikern nicht nur technisches Know-how vermitteln, sondern ihnen auch Klarheit über die Zukunft der Groupware verschaffen. Besonders die Integration mit dem Application-Server "Websphere" verunsichert Anwender und Business-Partner. Die anwesenden IBM-Vertreter ließen aber viele Fragen offen.

Die vorgetragenen Anliegen der Konferenzteilnehmer zeigten, dass die Zielgruppe der Systemverwalter und Entwickler strategische Fragen vor allem mit der eigenen beruflichen Perspektive in Verbindung bringt. So äußerte ein seit kurzem tätiger Notes-Administrator die Befürchtung, dass er angesichts der unklaren Zukunft für die Groupware in die falsche Ausbildung investiert habe.

Während das Publikum bei den Vorträgen unabhängiger Referenten, darunter der italienische Notes-Veteran George Chiesa oder Bob Balaban von Looseleaf Inc., auf seine Kosten kam, erwiesen sich die Auftritte der heimischen IBM-Vertreter durchweg als enttäuschend.

Angesichts der Verunsicherung, die die von IBM angekündigte Integration von Lotus Notes mit Websphere hervorrief, konzentrierten sich Fragen besonders auf diese Thematik. Vor allem Konferenzleiter Professor Ludwig Nastansky bedängte die IBM-Offiziellen immer wieder mit grundsätzlichen Problemen der Notes-Strategie. Seine klare Parteinahme gegen die entsprechenden IBM-Pläne offenbarte, dass er weniger als Lehrstuhlinhaber für Wirtschaftsinformatik agierte, sondern mehr den Standpunkt der Pavone AG vertrat. Die meisten Business-Partner sind nämlich im Mittelstandsgeschäft tätig und halten die Installation einer zusätzlichen Websphere-Infrastruktur für zu aufwändig. Christopher Daerr, Marketing-Manager für Websphere- Software, konnte entsprechende Einwände des Konferenzleiters nicht entkräften. Ähnlich erging es IT-Architekt Wolfgang Wayand von der IBM Software Group, der über das Potenzial von Web-Services referierte. Er konnte nicht plausibel machen, welchen Zusatznutzen Group-ware-Funktionen auf Basis von Web-Services für jene Anwender bieten, die Gruppenkalender oder Diskussionsforen bereits im Rahmen der bestehenden Client-Server-Architektur von Notes/Domino verwenden. Heinz Ebensperger gab den Teilnehmern einen Ausblick auf die kommenden Websphere-Tools auf Basis des Eclipse-Frameworks. Er stellte dabei ein Modul zur Programmierung von Lotusscript in Aussicht. Dies provozierte natürlich Fragen über das zukünftige Verhältnis von Websphere Studio und dem "Domino Designer", eine entprechende Antwort blieb der Referent aber schuldig. Jörg Knippschild als letzter Redner der IBM-Phalanx versuchte die Situation dadurch zu retten, dass er zu Beginn seines Vortrages die Anwesenden aufforderte, die Weichenstellung der IBM in Richtung Web-Services und Java zu akzeptieren. Als Lichtblick unter den dunkel gekleideten IBM-Vertretern erwies sich der Brite Stuart McRae, der in zwei informativen Workshops einen ausgezeichneten Überblick über die Mobile-Strategie von Big Blue gab.