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24.10.2006

IBM - die Masse macht’s

Der Konzern ist im jüngsten Quartal ordentlich gewachsen und hat die Prognosen der Wallstreet übertroffen.

Verkehrte Welt bei IBM: Mit einem Umsatzanstieg von 25 Prozent zählten die Mainframes im dritten Quartal zu den Überfliegern in der Bilanz, während die Dienstleistungssparte Global Services nur um knapp drei Prozent wachsen konnte. Dabei erwirtschaftet die Serviceabteilung unangefochten den weitaus größten Umsatzanteil im Konzern. Die Gesamtzahlen fielen jedoch so überzeugend aus, dass die Wallstreet zumindest anfangs mit den Resultaten überaus zufrieden war und den Aktienkurs um vier Prozent in die Höhe trieb.

IBM

Q3/2005 Q3/2006

Umsatz 21,53 22,62

Hardware 5,13 5,58

Software 4,06 4,41

Services 11,70 12,02

Ergebnis 1,52 2,22

Angaben in Milliarden Dollar

Analysten überrascht

Insgesamt verbesserte sich der Gewinn von IBM gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 46 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar beziehungsweise 1,45 Dollar je Aktie. Die Wallstreet hatte einen Profit von 1,35 Dollar je Aktie erwartet. Das Vorjahresresultat war jedoch durch steuerliche Sonderbelastungen von 32 Cent je Aktie (525 Millionen Dollar) im Zusammenhang mit der Repatriierung von Auslandsgewinnen belastet worden. Klammert man Sonderfaktoren aus, stieg der IBM-Gewinn um 15 Prozent an. Der Quartalsumsatz legte um 5,1 Prozent auf 22,6 Milliarden Dollar zu. Hier hatten Analysten lediglich mit 22 Milliarden Dollar gerechnet.

Eine konkrete Finanzprognose gab IBM nicht ab. Allerdings zeigte sich der Konzern zufrieden mit den Zielen der Analysten für das laufende vierte Quartal sowie das Gesamtjahr. Derweil waren sich die Marktexperten trotz des Kursanstiegs nicht einig, wie die Zahlen zu werten sind: Die einen Beobachter hoben ihre Kursziele für IBM mit Verweis auf das vielversprechende Softwaregeschäft und die dadurch steigenden Margen an, andere bezeichneten die jüngsten Erfolge im Hardwaresektor als mehr oder weniger glückliches Timing. Die Frage sei hier, ob der saisonale Anstieg des vierten Quartals einfach drei Monate vorweggenommen wurde. Hinzu komme die schleppende Entwicklung der Servicesparte, die zur Sorge Anlass gebe: "Wieso kaufen Anwender Hardware und Software von IBM, ohne dass Global Services davon profitieren kann?"

Software ist die Zukunft

Ein Analyst von Merrill Lynch gab den Rat, IBM-Aktien zu kaufen, wenn die Stimmung schlecht, das Management schwach und der Aktienkurs unter Druck geraten ist. Davon könne aber gegenwärtig keine Rede sein. Seit seinem Amtsantritt 2003 hat IBM-CEO Samuel Palmisano rund 50 Unternehmen übernommen, die Mehrzahl davon aus dem Softwaresektor. Zuletzt akquirierte der Konzern Anbieter wie Webify, MRO, Filenet und ISS. Software liefert bei IBM 20 Prozent der Einnahmen, aber 40 Prozent der Erträge. Knapp elf Milliarden Dollar Bargeld hat IBM derzeit auf der hohen Kante. (ajf)