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09.06.2008

IBM empfiehlt eine Information-Agenda

Im sauberen Management des Geschäftswissens liegt Potenzial.

Mit Software und Dienstleistungen zum Verwalten, Aufbereiten und Distribuieren von Geschäftsinformationen lässt sich derzeit gutes Geld verdienen. So bezifferte jetzt IBM das Volumen dieses Marktsegments für "Information-Management" auf 117 Milliarden Dollar. Zudem geht der Hersteller in den kommenden Jahren von einem durchschnittlichen Wachstum von elf Prozent aus. Sowohl bei Bestandskunden als auch im Mittelstand steige die Nachfrage, hieß es auf der Kundenveranstaltung "Information on Demand" im niederländischen Den Haag. Der Markt berge ein riesiges Potenzial, weil Unternehmen ihre Geschäftsinformationen bisher nur punktuell verwalteten, kritisierte Ambuj Goyal, General Management Information on Demand Software von IBM. Angesichts der strategischen Bedeutung von Informationen sei ein systematisches Information-Management überfällig. Geschäftsinformationen müssten unabhängig von den Unternehmensanwendungen und -prozessen laufend optimiert werden.

Damit sie dieses Ziel erreichen, empfahl IBM Anwendern in Den Haag, eine "Information-Agenda" zu schaffen. Künftig will der Hersteller Kunden bei dieser Aufgabe unterstützen. Das Ergebnis sollen vordefinierte Datenmodelle, Roadmaps für die sukzessive Weiterentwicklung von Anwendungen und Prozessen, Implementierungsmethoden und letztlich die Auswahl der benötigten Produkte sein. Dieser Ansatz ist zwar grundsätzlich nicht neu, doch will sich IBM künftig gezielter auf einzelne Branchen einstellen.

Das Ende der Application-Agenda

Laut Goyal ist die Zeit reif für einen Paradigmenwechsel: "20 Jahre lang haben sich Unternehmen nur mit einer Application- Agenda beschäftigt, also beispielsweise dem Bündeln und der Integration von Unternehmenssoftware oder Betriebssystemen." Es ging immer um ein Reengineering und die Automatisierung vorhandener Prozesse. Mit einem Seitenhieb gegen die Konkurrenz betonte Goyal, dass man bei der Umsetzung der Information-Agenda die eigene Middleware nicht auf Biegen und Brechen bei Kunden einführen wolle, sondern für einen Best-of-Breed-Ansatz plädiere.

Nicht spezifische Techniken und einzelne Tools sollten also bei der Vermarktung im Vordergrund stehen, sondern Services, Prozesse und Methoden. Dies sei auch im Interesse der Nutzer von Geschäftsinformationen, die weder wissen wollten, was für Produkte im Einsatz seien, noch ob die gewünschten Informationen für ihre Entscheidungen strukturiert oder unstrukturiert vorlägen. Nur dass die Informationen da sind, sei entscheidend.