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09.10.1987 - 

Verteilte Anwendungen bisher nur für den Hausgebrauch:

IBM erweitert SNA mit Vnet-Entwicklungen

LOS ALTOS (CWN) - Der Marktführer ist in zunehmendem Maße dabei, Produkte, die für sein internes Kommunikationsnetz "Vnet" entwickelt worden sind, in die SNA-Welt einzufügen und kommerziell verfügbar zu machen. Beispiele sind etwa die Prozedursprache "Rexx" und die "Transparent Services Access Facility" (TSAF), die beide ursprünglich für VM-Umgebungen entwickelt wurden.

Die Einbindung von Vnet-Komponenten in SNA ist vor allem insofern interessant, als IBM zwar ihren Kunden SNA als d i e Netzwerkarchitektur angepreist, intern jedoch eine völlig andere Philosophie realisiert hat - nämlich die der verteilten Datenverarbeitung mit Peer-to-Peer-Kommunikation auf der Basis von VM-Systemen. Clare Fleig, IBM-Marktbeobachterin der International Technology Group im kalifornischen Los Altos, sieht in dieser Entwicklung zwei Gründe: zum einen die "Schwierigkeit der IBM beim Übergang von der hierarchischen zu einer dezentralen SNA-Welt" und zum anderen die Anerkenung der Flexibilität des Vnet-Designs.

Das IBM-interne Netz, erstmals 1975 vorgestellt und auf VM-Systemen realisiert, stellt die Grundlage für verteilte Anwendungen dar, ohne den Restriktionen der SNA-Hierarchie unterworfen zu sein: Es ist zum Beispiel in der Lage, Funktionen der verteilten Datenverarbeitung mit hoher Übertragungsgeschwindigkeit und über die gesamte Palette der IBM-Rechner bereitzu stellen. Weitere Features umfassen grafische Datenverarbeitungs- und Test-Services sowie Editier- und Textverarbeitungswerkzeuge .

Nachdem IBM im Oktober letzten Jahres im Rahmen des 9370-Announcements auch TSAF vorgestellt hat, dem im März dieses Jahres dann die Hochsprachen-Programmschnittstelle "Rexx" als Element der Systems Applications Architecture folgte, erwartet Clare Fleig nun weitere aus der Vnet-Entwicklung stammende Produkte beziehungsweise die Verschmelzung von Komponenten auf VM-Basis mit der SNA-Haupflinie. Angesichts alternativer Vernetzungs-Strategien, wie sie etwa von DEC, AT&T und anderen angeboten würden, habe der Marktführe zudem nicht mehr länger Zeit, einen völlig neuen Weg zu beschreiten.