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PC-Technologie wird für unterschiedliche Systemarchitekturen nutzbar gemacht:


28.06.1985 - 

IBM findet zur traditionellen Rolle zurück

RYE BROOK/STUTTGART (CW) - Mit PC-Announcements im Bereich der Systeme /36 und /38, der Serie/1 sowie bei Dialogstationen findet IBM zur traditionellen Rolle zurück: Der "persönliche" Computer hat ausgedient - erfahrene Spezialisten beim Anwender sollen die DV-Kontrolle auch in den Fachbereichen übernehmen.

Insgesamt umfaßt die Liste der Ankündigungen 60 Positionen. Branchenkenner in den USA zeigen sich überzeugt, daß das Gros der Neuheiten ursprünglich erst Ende 1985 oder Anfang 1986 hätte vorgestellt werden sollen. Angesichts der anhaltend lustlosen Nachfrage habe sich IBM offensichtlich zu schnellem Handeln durchgerungen.

Für das IBM-System /36 werden ein neues Einstiegsmodell, Hauptspeichererweiterungen sowie neue Möglichkeiten für den PC-Anschluß angeboten.

Das neue Einstiegsmodell besteht aus einer Einheit mit Original-Prozessoren des /36-Kompaktmodells, an das mindestens ein PC angeschlossen wird. Dieser PC dient als Systemkonsole, als Interface für Datenfernverarbeitung, als Dialogstation für /36-Anwendungen und bei Bedarf als PC. Das Einstiegsmodell ist objektcodeverträglich mit den übrigen Modellen des Systems /36. Insgesamt können vier Datenstationen angeschlossen werden. Der Hauptspeicher läßt sich von 256 KB auf 512 KB erweitern, und es lassen sich insgesamt zwei Festplatten von je 40 MB anschließen.

Für die früher angekündigten /36-Modelle erlaubt eine 512-KB-Hauptspeicherkarte beim Typ 5360 einen Ausbau auf maximal 1792 (1024) KBt und eine neue 256-KB-Karte für das /36-Kompaktmodell bietet jetzt eine maximale Hauptspeichergröße von 1024 (512) KB.

Für den IBM PC, PC XT, PC AT oder Portable PC steht ein neues "Erweitertes 5250-Emulationsprogramm" in Verbindung mit einem "Erweiterten Datenstations-Emulations-Adapter" zur Verfügung. Mit ihnen verhalten sich der PC und sein Drucker wie eine Datenstation oder ein Drucker der 5250-Familie. Mehrere PC-Benutzer können gemeinsame Dateien im System /36 unterhalten und dessen Kapazitäten nutzen.

Der Preis für das neue Einstiegsmodell mit 256 KB Hauptspeicher und Festplatte von 40 MB beträgt 20 440 Mark. Die Erstauslieferung ist für August 1985 geplant.

Die Serie/1 wurde von zwei Tischmodellen auf PC-Basis erweitert. Der Prozessor 5170 Modell 495 basiert auf einem PC AT, der Prozessor 4950 Modell A00 auf einem modifizierter PC XT. Eine neue Anschlußkarte für den PC ermöglicht zusammen mit der entsprechenden Version der Systemsoftware den Einsatz der bereits vorhandenen Serie/1-Prozessoren als PC-Server. Damit können lokale PC-Netze die Peripherie der Serie/1 nutzen. Weiterhin ist dadurch die Anbindung von lokalen PC-Netzen an die zentrale EDV und an SNA-Netzwerke gegeben. Das neue Betriebssystem IX, das auf Unix Version V basiert, ermöglicht es, auch auf der Serie/1 Unix-Anwendungen einzusetzen.

Die beiden neuen Prozessoren enthalten im PC zwei Serie/1-Karten. Ein Logik-Chip auf einer dieser Karten stellt den eigentlichen Serie/1- Systemprozessor dar. Beide Modelle nutzen die PC-Tastatur sowie einen Schwarzweiß-Bildschirm als Systemkonsole. Für die Steuerung der angeschlossenen peripheren Einheiten ist der PC-Mikroprozessor zuständig.

Das Modell 495 als die PC-AT-Version hat einen Hauptspeicher von 512 KB, eine 20-MB-Festplatte sowie eine 1-MB-Disketteneinheit. Eine Erweiterung um eine zweite Disketteneinheit oder um eine zweite Magnetplatte gleicher Kapazität ist möglich. Insgesamt lassen sich an der 5170 acht Bildschirme und zwei Drucker anschließen.

Das Modell 700 als die PC-XT-Version mit einem Hauptspeicher von 256 KB hat eine 10-MB-Festplatte sowie eine 320-KB-Disketteneinheit. Eine Erweiterung um eine zweite Disketteneinheit gleicher Kapazität sowie ein Ausbau der Magnetplattenkapazität auf 20 MB ist möglich. Insgesamt lassen sich an die 4950 vier Bildschirme und zwei Drucker anschließen.

Der Kaufpreis für das Modell 700 der IBM 4950 beträgt 23 650 Mark, der für das Modell 495 der IBM 5170 beträgt 29 720 Mark. Die Erstauslieferung der 700 ist für das dritte Quartal 1985 und der 495 für das erste Quartal 1986 geplant.

Auch Industriecomputer standen auf der Neuheitenliste. Die 7531 ist freistellend, die 7532 wird in ein 19-Zoll-Einschubgehäuse eingebaut. Beide Systeme sind funktionsgleich und weitgehend gegen Temperatureinflüsse, Vibrationen, Stöße, Störspannungen und Luftverschmutzung geschützt.

Die Entwicklung der beiden Industriecomputer basiert auf dem PC AT. Zu den wesentlichen Komponenten der Grundausrüstung beider Systemeinheiten gehören ein Hauptspeicher von 512 KB, eine Magnetplatte von 1,2 MB, sieben freie Einsteckplätze, eine batteriegestützte Uhr mit Kalender sowie eine in einem ROM gespeicherte Basic-Sprache. Bei Bedarf können der Hauptspeicher auf 3 MB erweitert und zwei zusätzliche Magnetplatten mit einer Kapazität von je 20 MB angeschlossen werden.

Als Bildschirme lassen sich an die Systeme entweder der neue Industrie-Bildschirm 7534 oder über einen Adapter ein beliebiger Video-Bildschirm anschließen. Der 7534 ist ein hochauflösender Grafik-Farbbildschirm, der - ebenso wie seine Tastatur - auf die harten Beanspruchungen im Produktionsumfeld ausgelegt ist.

Der neue Industriedrucker 5533 ist ein Drucker für Text und Grafik, der ebenfalls für die Einsatzbedingungen in Produktions- und Fertigungsbereichen geeignet ist.

Weiterhin steht eine Kombinations-Adapterkarte zur Verfügung, die einen programmierbaren asynchronen Kommunikationsanschluß für RS232/RS422, einen parallelen Schnittstellenanschluß für Drucker sowie eine Schnittstelle für einen Fühler bietet, um die Betriebstemperatur des Systems zu überwachen.

Für numerische Berechnungen steht schließlich der mathematische Co-Prozessor 80287 zur Verfügung.

Der "IBM General Purpose Interface Bus"-Adapter ermöglicht den Datenaustausch zwischen den einzelnen Arbeitsplätzen sowie die Verbindung zu mehreren Computern, um Meßdaten von Instrumenten und anderen Ein-/Ausgabegeräten gemeinsam nutzen zu können.

Die "IBM Data Acquisiton and Control"-Adapterkarte kann in einem Labor Prozesse steuern, Testarbeiten automatisieren sowie Durchflußmenge, Druck, Temperatur oder andere analoge Variablen überwachen.

Die Auslieferung der Industriesysteme 7531 und 7532 ist für Oktober 1985 geplant. Der Preis für das Grundmodell der 7531 beträgt 19 920 Mark, der für das Grundmodell der 7532 wird mit 20 710 Mark angegeben.

Auch für den stärker werdenden Bedarf an alphanumerischen und grafischen Anwendungen in Farbe gibt es eine Reihe neuer Geräte. Die 3270-Produktfamilie wird um den neuen, hochauflösenden Farbbildschirm 3179-G in Rastertechnologie erweitert. Für den 3270-PC stehen nun acht Modelle auf der Basis des PC XT und PC AT sowie Erweiterungen zum 3270-PC-Steuerprogramm zur Verfügung. Ein neuer Arbeitsplatzdrucker 3852-2 für alphanumerische und grafische Anwendungen in sieben Farben und einer Auflösung von 100x96 Bildpunkten pro Zoll ermöglicht durch seine Tintenstrahl-Drucktechnik einen Geräuschpegel von nur 46 dBA. Schließlich steht mit dem PC-Grafikdrucker II ein neuer Matrixdrucker mit neun Druckstiften zur Verfügung, bei dem alle Bildpunkte einzeln adressierbar sind und je nach gewünschter Qualität Druckgeschwindigkeiten von 200, 100 oder 40 Zeichen pro Sekunde möglich sind.

Die 3270-PC-Familie, deren Window-Technik es ermöglicht, parallel zu PC-Anwendungen gleichzeitig mehrere 3270-Dialoganwendungen auf Systemen /370 zu betreiben, ist wesentlich erweitert worden. Die Systemeinheit 5271 ist in drei Modellen lieferbar und bietet einen Hauptspeicher von 384 KB, eine Plattenkapazität von bis zu 10 MB und eine oder zwei Diskettenlaufwerke mit je 0,36 MB. Durch Verwendung von kombinierten Drucker-/Speicherkarten werden gegenüber den bisherigen Systemeinheiten Einsteckplätze frei, wodurch zum Beispiel zusätzliche Peripheriegeräte angeschlossen werden können. Die Systemeinheit 5273 auf der Basis des PC AT hat jetzt gegenüber der auf dem PC XT basierenden Systemeinheit 5271 eine zwei- bis dreimal höhere interne Rechnerleistung, einen 640 KB großen Hauptspeicher sowie je nach Modell eine Festplatte mit 20 MB und ein oder zwei Disketten mit je 1,2 MB Speicherkapazität.

Das 3270-PC-Steuerprogramm bietet in seinen beiden neuen Versionen eine Reihe von Erweiterungen. Die maximale Anzahl gleichzeitig verfügbarer Sessions wurde auf zwölf (vier Host-, zwei Notizbuch- und sechs PC-Sessions) erhöht, zwischen denen programmgesteuert Daten ausgetauscht werden können. Die API-Möglichkeiten (Application Program Interface) sind dahingehend erweitert worden, daß Routinetätigkeiten durch PC-Programme ersetzt und individuelle, an den Bedürfnissen des Benutzers ausgerichtete Bedienerführungen erstellt werden können.

Für die grafischen Arbeitsplatzrechner der 3270-PC-Familie mit ihren hochauflösenden Bildschirmen für technisch/wissenschaftliche und CAD/CAM-Anwendungen steht jetzt mit der neuen Systemeinheit 5373 ebenfalls eine AT-Version zur Verfügung. Bei diesen Systemen, dem 3270-PC AT/G und 3270-PC AT/GX, läßt sich beim Modell 162 der Hauptspeicher auf 1 MB ausbauen und ein Intel 80278 anschließen. Basis-Software ist die neue Version des 3270-PC-Grafik-Steuerprogramms, mit dem unter anderem mehr als 1 MB Speicherplatz adressierbar ist, jetzt zusätzlich zu Assembler, Basic und Cobol auch Pascal, Fortran und "C" unterstützt werden und eine neue, einfachere Benutzerschnittstelle zur Verfügung steht.

Der Farbstrahldrucker 3852-2 ist ein kleiner, handlicher Arbeitsplatzdrucker für alphanumerische Zeichen- und Bildpunkt-Darstellungen. Die sieben Farben werden beim Druckvorgang automatisch aus Tinten in schwarz und den drei Grundfarben zusammengestellt. Für das Drucken unterschiedlicher Schriftarten und -größen sind die entsprechenden Zeichensätze im Drucker gespeichert. Das Drucken von Grafiken erfolgt auf der Basis eines Rasters von 100 x 96 einzeln adressierbaren Bildpunkten pro Zoll. Als Druckträger kann normales Schreibpapier, Spezialpapier oder spezielle Klarsichtfolien, die eine hochwertige Druckausgabe ermöglichen, verwendet werden. Der Drucker kann an den 3179-G als Hardcopy-Gerät für lokales Drucken sowie an alle, Modelle des PC einschließlich des 3276-PC angeschlossen werden.

Der PC-Grafikdrucker II Modell 4201, ein multifunktionaler Matrixdrucker in Tischformat, bietet bei einer Druckgeschwindigkeit von 200 Zeichen pro Sekunde Standardqualität, bei 100 Zeichen pro Sekunde Textqualität und bei 40 Zeichen pro Sekunde Korrespondenzqualität. Er hat eine parallele Schnittstelle zum Anschluß an alle Modelle des PC. Er ermöglicht Hoch- und Tiefstellungen, griechische Zeichen, mathematische Symbole, spezielle Zeichen für Linien und Kästchen in verschiedenen Stärken, Unterstreichungen und Fettdruck. In seinen Druckspeicher können verschiedene Zeichensätze, Logos, Briefköpfe oder andere Spezialzeichen geladen werden.