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08.08.2003 - 

Unabhängige Softwarehäuser erhalten Unterstützung

IBM fördert Entwicklung von I-Series-Anwendungen

MÜNCHEN (CW) - Mit einem zehn Millionen Dollar schweren Programm fördert IBM die Entwicklung neuer Appliationen für I-Series-Systeme, die einstige AS/400.

In der IBM-Organisation für Europa, den Nahen Osten und Afrika (Emea) gibt es einen mit zehn Millionen Dollar gefüllten Fördertopf. Mit dem Programm "Galaxy" möchten das I-Series-Team und die Marketing-Gruppe Small and Medium Business (SMB) das Softwareangebot für die einstige AS/400 aufpeppen. Mit kleinen und mittelgroßen Unternehmen macht IBM rund 60 Prozent der I-Series-Hardware- und Softwareumsätze. Aber Anwender klagen, dass IBM zu wenig Engagement für das ob seiner Zuverlässigkeit und einfachen Bedienung geschätzte System zeige.

Das will IBM nach einem Bericht des britischen Nachrichtendienstes "Computerwire" nun mit Hilfe unabhängiger Softwarehäuser (Independent Software Vendors = ISVs) ändern. Wenn sie neue Anwendungen für die I-Series entwickeln, ältere modernisieren oder auf andere Sprachen portieren, erhalten sie Unterstützung. Dies geschieht nicht in Form direkter finanzieller Zuwendungen, sondern IBM zahlt aus dem Galaxy-Fond die Kosten für die Bereitstellung und das Leasing von I-Series-Entwicklungsrechnern. Allerdings erfolgt die Förderung nicht wahllos.

IBM hat in den letzten zwei Jahren fast drei Millionen Dollar vor allem dafür aufgewandt, ein CRM-System aufzubauen, das Informationen über mehr als 3000 I-Series-orientierte europäische ISVs und ihr Produktangebot enthält. Mit dem System lässt sich feststellen, welche Anwendungen in welchen Sprachen fehlen. Softwarehäuser können über IBMs SMB-Gruppe recherchieren, welche Anwendungen auf welchen Märkten Chancen haben dürften. Das Galaxy-Team entscheidet über die Förderungswürdigkeit.

Keine Chance haben Projekte für Marktsegmente, die fest in der Hand eines anderen Anbieters sind, und Portierungen aus der Unix- oder Windows-Welt. Hierfür unterhält IBM mehrere Portierungszentren. Wer allerdings insbesondere neue Anwendungen anzubieten hat, die Lücken im I-Series-Umfeld füllen, hat gute Chancen auf günstige Entwicklungssysteme und Unterstützung bei der Produktvermarktung. 75 Rechner hat IBM im Rahmen des Galaxy-Programms bereits ausgeliefert, 50 neue Anwendungen wurden ebenso gefördert wie die Modernisierung von 150 älteren. Das Galaxy-Team hat 407 Projekte als förderungswürdig eingestuft. (ls)