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11.04.2003 - 

Produkte auf der Developer Works Live

IBM forciert automatisiertes Computing

MÜNCHEN (IDG) - Autonomes beziehungsweise selbstverwaltendes Computing ist das Motto auf IBMs Entwicklerkonferenz Developer Works Live, die zurzeit in New Orleans stattfindet. Neben theoretischen Konzepten wurden auch erste Produkte dazu vorgestellt.

Unter Autonomic Computing verstehen Eingeweihte sich weitgehend selbstverwaltende Rechnersysteme. Wie Hardware, Software und Standards zusammenspielen sollten, um dieses Ziel zu erreichen, gleicht einem Puzzle, dessen Teile nicht von einem einzigen Hersteller kommen können, gibt IBMs Vice President für Autonomic Computing, Alan Ganek, zu. Das zur Konferenz vorgestellte Konzept entspricht deshalb auch eher einem Leitfaden für Entwickler, der beschreibt, wie sich IBM einen "Control Loop" vorstellt, in dessen Rahmen die verschiedenen Systemkomponenten analysiert, überwacht und im Bedarfsfall modifiziert werden. Dabei will IBM eigenen Angaben zufolge einen globaleren Ansatz als die Konkurrenzinitiativen "N1" von Sun oder HPs "Utility Data Center" fahren. "Wir verfolgen eine Gesamtarchitektur für automatisiertes Computing", erklärt Ganek und meint damit die Wechselwirkung zwischen Applikationen, Servern, Speichern, Datenbanken und Middleware in einer IBM-geprägten Infrastruktur.

Konkret untermauert Big Blue sein autonomes Computing mit vier nur zum Teil neuen Techniken. Das Tool "Log and Trace" dient der Problemfindung und reicht von der Lokalisierung eines Fehlers bis zum Debugging von Applikationen und Middleware. Bei dem "Agent Building and Learning Environment" (Able) handelt es sich um eine regelgestützte Engine für komplexe Analysen. Sie umfasst zahlreiche Algorithmen, anhand derer Softwareagenten spezielle Datenströme überwachen und daraus das zu erwartende Systemverhalten ableiten. Die dem Tivoli-Portfolio entliehene "Monitoring Engine" überprüft Systemfehler, korreliert Multiserver-Umgebungen und leitet automatisch Korrekturen ein. Schließlich gibt es noch das "Business Workload Management for heterogeneous Environments". Ebenfalls als Tivoli-Produkt geplant, soll dieses Werkzeug in der zweiten Jahreshälfte erscheinen. Es misst die Antwortzeiten von Applikationen und überwacht die Art beziehungsweise Häufigkeit von Transaktionen. Im Ergebnis soll es die verfügbaren IT-Systemressourcen so zusammenstellen, dass Flaschenhälse vermieden werden. Unterstützt werden dabei Standards wie Application Resource Measurement (AMR) und die Open Grid Systems Architecture (OGSA), an der IBM selbst mitarbeitet. (ue)