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01.10.1999 - 

Websphere in drei Ausführungen

IBM forciert das Geschäft mit Web-Applikations-Servern

MÜNCHEN (CW) - Die IBM forciert das Geschäft mit dem Web-Applikations-Server "Websphere". Gleichzeitig rät das Marktforschungsinstitut Giga Group Anwendern zum Abwarten.

In drei Ausführungen offeriert die IBM den Web-Applikations-Server Websphere mittlerweile. Mit der "Standard Edition" bietet der Hersteller einen Server für das Management von Web-Seiten mit gewöhnlichen dynamischen Inhalten, die keine besondere Verarbeitung von Transaktionsprozessen erfordern. Für diese Aufgaben steht Anwendern die "Advanced Edition" von Websphere zur Verfügung, die eine Transaktions-Prozeßverarbeitung mit Hilfe von Enterprise Javabeans gewährleistet. Big Blue positioniert die Advanced Edition des Servers dennoch nicht unbedingt als High-end-Umgebung für umfangreiche Web-Projekte. So fehlt es der Advanced-Variante etwa an der Unterstützung anderer Programmiersprachen als Java oder an Möglichkeiten für ein Monitoring von High-end-Transaktionsprozessen, die mit den "TX Series" oder "Tuxedo" von Bea bewerkstelligt werden. Die Advanced Edition soll demzufolge vornehmlich in mittleren Unternehmen zum Einsatz kommen und konkurriert in erster Linie mit Systemen wie dem "Weblogic Server" von Bea Systems.

Mit der "Websphere Enterprise Edition" hat die IBM hingegen einen Applikations-Server für High-end-Anforderungen auf den Markt gebracht. Die Enterprise-Ausführung vereint die Unterstützung von Enterprise Javabeans (EJB) 1.0 und Entity Beans. Der Server basiert auf der Corba-Infrastruktur und enthält Cics- sowie Monitoring-Technologien der IBM-eigenen TX-Series. Außerdem unterstützt er das sogenannte Database-Connection-Polling mit Unterstützung für die Datenbanken DB/2 und Oracle. Zudem wurde auf die Integration mit dem Entwicklungs-Tool "Visual Age for Java" und mit EJB-Werkzeugen Wert gelegt.

Obwohl es sich bei der Enterprise Edition um die Version 3 handelt, sollte der Server nach Ansicht des Marktforschungsinstituts Giga Group von Anwendern als neues Produkt betrachtet werden. Zwar habe die IBM die wichtigsten Komponenten des Servers wie etwa den Component Broker bereits seit einiger Zeit bei zahlreichen Kunden im Einsatz, dennoch sollte eine Einführung des Server-Komplettpakets auf Windows NT oder AIX laut Giga Group erst ab dem Jahr 2000 erwogen werden. Interessenten an der Solaris- beziehungsweise OS/390-Variante sollten mit der Installation sogar bis Mitte kommenden Jahres warten, rät die Giga Group.