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Neuer Name soll Geschäft wieder in Schwung bringen

IBM führt Server-Linien zusammen

13.10.2000
MÜNCHEN (CW) - Big Blue wird zukünftig seine vier Server-Linien unter der Marke "E-Server" verkaufen. Mit dieser Marketing-Strategie will der Computerpionier in erster Linie Anwender aus dem E-Business-Umfeld für seine Server gewinnen. Doch um dieses angeschlagene Geschäft wieder zu stärken, werden die Armonker mehr bieten müssen als einen neuen Markennamen.

IBMs E-Server-Familie wird vier Produktlinien umfassen. Unter der Bezeichnung Z- (Zero Downtime-)Serie sollen zukünftig die S-390-Mainframes firmieren. Die RS/6000-Produkte will IBM als P-(Power-)Serie verkaufen. In der I-(Integration-)Serie werden von nun an die Rechner der AS/400-Linie ihr neues Zuhause finden. Zuletzt fassen die Armonker ihre Intel-basierenden Netfinity-Server in der X-(Cross-Architecture-)Serie zusammen.

Mit dieser Neuordnung bringt IBM sein vor drei Jahren gestartetes "Mach-1"-Projekt zu einem vorläufigen Ende. Ziel des Computerpioniers war die Entwicklung neuer Rechner speziell für das E-Business. Bis zum Jahr 2003 rechnet Big Blue weltweit mit 600 Millionen PCs und rund zwei Milliarden mobilen Internet-Zugangsgeräten. Bis dahin soll sich auch das Datenaufkommen im Netz um den Faktor 1000 erhöhen. Die sich daraus ergebenden Ansprüche an leistungsstarke Rechner im Netz will IBM mit seinen E-Servern bedienen.

E-Server-Strategie steht auf tönernen FüßenDoch ob sich die Anwender allein von einem neuen Markennamen beeindrucken lassen, ist fraglich. Denn auf der Produktseite hat IBM bislang noch wenig zu bieten. Nur im Mainframe-Sektor soll Ende des Jahres mit der "Z-Serie 900" eine neue Großrechnergeneration mit 64-Bit-Prozessormodulen und dem 64-Bit-Betriebssystem "z/OS" auf den Markt kommen (siehe CW 40/00, Seite 1). Für die Anwender soll sich in dieser Klasse vor allem das Software-Pricing ändern. Zukünftig würden sich die Lizenzkosten nach dem tatsächlichen Bedarf (Workload) richten und nicht nach der Mips-Leistung des Systems.

In der X-Serie ist bislang lediglich Produktpflege angesagt. Für die P-Serie will IBM Mitte Oktober neue Produkte im Midrange-Bereich ankündigen. Die anderen Ex-RS/6000-Modelle sollen leistungsstärker werden.

IBM will seine E-Server mit Funktionen aus der Großrechnerwelt attraktiver machen. So soll auch auf den Maschinen der P- und I-Serie logische Partitionierung (LPAR) möglich sein. Außerdem bietet Big Blue Capacity-Upgrade-on-Demand-(CuoD-)Angebote in vertikaler wie horizontaler Richtung. Das bedeutet, Anwender können ihre Systeme durch Hinzuschalten bislang nicht genutzter CPUs oder durch komplette Zusatz-Server aufrüsten.

Um seinen Kunden die neuen Marken schmackhaft zu machen, wird IBM noch in diesem Jahr 75 Millionen Dollar in Marketing-Maßnahmen investieren. Nach Ansicht von Tom Bittman von der Gartner Group ist das Rebranding ein Glückspiel.