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27.10.2000 - 

E-Server für Web-Hosting, Storage und Domino

IBM geht bei Appliances funktional in die Breite

MÜNCHEN (CW) - Den wachsenden Markt für Appliances will IBM mit einer ganzen Reihe dedizierter Server bedienen. Die ersten Systeme zielen auf klassische Einsatzgebiete: Internet und Plattenspeicher.

50 Prozent pro Jahr soll der Markt für Server-Appliances wachsen - auf stattliche 16 Milliarden Dollar bis 2004. Das prognostiziert die amerikanische Investmentbank Merrill Lynch. Von diesem Kuchen will sich IBM ein möglichst großes Stück abschneiden und bringt zu diesem Zweck fünf neue E-Server-Produkte heraus. Die zur "X-Serie" gehörenden Modelle "130" und "135" dienen als Web-Hosting-Server, "X-Series 150" ist die Bezeichnung für einen Speicher-Server und die "I-Series 400"-Geräte "270" und "820" beherbergen den Groupware-Server "Domino" von der IBM-Tochter Lotus. "Mit diesen Ankündigungen konzentrieren wir uns auf drei Schlüsselaspekte des Marktes, einschließlich Web-Infrastruktur, Speicher und Zusammenarbeit", erläutert Brian Sanders, Marketing-Manager bei IBM, die Zielrichtung. "Wir glauben, dass dies die zur Zeit am schnellsten wachsenden Marktsegmente sind."

Die Intel-basierten Systeme X130 und X135 (ehemals Netfinity) basieren auf dem 1U-Design von IBM, einem 1,75 Inch flachen Rack-Design. Sie sind Zwei-Prozessor-Rechner von IBM und verwenden Pentium-III-Prozessoren von Intel mit Taktraten zwischen 800 und 1000 Megahertz. X130 basiert auf einer abgespeckten Windows-2000-Version. Die vorinstallierte Software umfasst unter anderem Microsofts IIS-Web-Server und IBMs Web-Caching-Software, die es erlaubt, statische Web-Seiten im Hauptspeicher vorzuhalten. So erhöht sich die Geschwindigkeit beim Web-Zugriff. X135 verwendet dagegen Turbolinux und IBMs eigenen, auf Apache basierenden Web-Server.

Der X-Series-150-Server soll als Network-attached-Storage-Server (NAS-Server) zum Einsatz kommen. Er benutzt ebenfalls Windows 2000 als Betriebssystem und unterstützt Netware, NFS und CIFS als File-Systeme sowie HTTP und FTP bei den Internet-Protokollen. Andere, mit Windows 2000 kompatible Protokolle sind deaktiviert. Die Plattenkapazität kann zwischen 108 Gigabyte und 1,7 Terabyte liegen.

Mit den I-Server-Modellen will IBM die ehemalige AS/400 als Domino-Server aufstellen. Die Modelle 270 und 820 kosten als "Dedicated Servers for Domino" rund 20 Prozent weniger als vergleichbare reguläre AS/400-Modelle. Sie sind vor allem für mittelständische Unternehmen gedacht, die das Lotus-Produkt für E-Mail, Domino-Anwendungen und gemeinsame Projektarbeit nutzen wollen. Die Einstiegsmodelle bedienen bis zu 5000 Benutzer, die Vier-Prozessor-Versionen bis zu 10000 Anwender. Während I270 traditionelle Prozessoren verwendet, kommen in I820 Silicon-on-Insulator-Prozessoren zum Einsatz.

Sämtliche Appliances sollen ab Mitte November in den USA verfügbar sein. Die US-Preise für X130 und X135 liegen bei rund 4000 Dollar, X150 wird vermutlich bei rund 12000 Dollar angesiedelt sein.