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28.10.1994

IBM gibt den PC-Markt nicht kampflos preis Mit Umstrukturierung und neuen Modellen das Geschaeft ankurbeln

28.10.1994

MUENCHEN (CW) - Noch nicht verloren geben moechte die IBM das PC- Terrain. Die Armonker rangieren in den USA zwar auf dem undankbaren vierten Platz in der Hitliste der besten PC-Verkaeufer, wollen aber mit der seit Jahren gruendlichsten Generalueberholung der PC-Produktpalette Boden gutmachen.

Neu strukturiert hat die IBM ihr PC-Angebot, das nunmehr die Modelle der Valuepoint- und PS/2-Rechner zusammenfasst (siehe auch CW Nr. 42, Seite 1). Unterschieden wird ab sofort zwischen Servern im Towergehaeuse und den Desktop-Rechnern. Die PCs fuer den Haus- und Hofbereich kommen unter dem Namen "Aptiva" auf den Markt. Mit neuen Modellen in jeder Familie will Peter Scholtes, Leiter VG Marketing bei IBM, den Erfolg des zweiten Halbjahres zumindest wiederholen, "wo wir laut Dataquest im deutschen PC-Markt die Umsatz-Nummer eins waren".

Den PC-Produkten steht mit dem "Server 500" ein neues Oberhaupt vor, das mit dem Pentium-Chip bei 90 Megahertz Taktfrequenz arbeitet. Der Hauptspeicher mit 32 MB kann auf 256 MB erweitert werden und nimmt auch fehlertolerante Speichermodule (Error Correction Code = ECC) auf. Dank IBM-eigener Synchro-Stream- Technik zwischen Prozessor und Speicher kann der Microchannel-Bus mit einer Transferrate von 40 MB/s ausgenutzt werden.

IBM stattet den Server mit einem Controller fuer Fast und Wide SCSI-2 aus, bietet aber optional auch einen Raid-Adapter fuer die Raid-Levels 1,2 und 5 an. Ueberarbeitet wurde das Gehaeuse, das nun insgesamt 22 Einschuebe enthaelt, 18 davon fuer senkrecht eingebaute Festplatten, die fuer Hot swap geeignet sind. Verwendet man die neuen Festplatten mit 2,25 GB Kapazitaet, ergibt sich eine interne Speicherleistung von ueber 40 GB, extern lassen sich ueber 120 GB an Daten ansprechen. Zum Lieferumfang gehoert eine Netzwerkkarte entweder fuer Token Ring oder fuer Ethernet sowie ein CD-ROM- Laufwerk. Der Server 500 mit dreijaehriger Garantie ist ab rund 15 000 Mark zu haben.

Bei den Desktops bringt die IBM mit den Serien "300" und "700" zwei neue Familien auf den Markt. Die Rechner der PC-300-Serie arbeiten mit Intels 486-Prozessoren (33, 66 und 100 Megahertz) oder dem kleinen Pentium-Chip mit 60 Megahertz Taktfrequenz. Dieses Modell verfuegt ueber einen PCMCIA-Steckplatz vom Typ III oder zweimal Typ II. Die Preise beginnen bei rund 1700 Mark und begreifen sich inklusive PC DOS 6.3, Windows 3.11 oder OS/2 Warp.

Am oberen Ende des Desktop-Leistungsbereichs fuehrt IBM die Serie 700 ein, die mit den derzeit staerksten Pentium-Prozessoren arbeitet. Zusaetzlich zum eingebauten PCI-Bus besteht die Moeglichkeit, ueber den Selecta-Bus die Microchannel- oder ISA- Architektur zu nutzen. Auch hier ist ein PCMCIA-Steckplatz vom Typ III oder zwei vom Typ II vorhanden. SVGA-Grafikadapter sowie ein 64-Bit-Videoprozessor sorgen zusammen mit Audiofunktionen fuer Multimedia-Tauglichkeit. Die Preise beginnen bei 6000 Mark.

Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschaeft stellte IBM die Aptiva-Rechner vor, die ueber Handelsketten vertrieben werden sollen. Big Blue legte fuer die Home-Computer Wert auf neueste Technik, so dass sich unter den sechs Modellen eines mit Pentium-Chip befindet, die anderen arbeiten mit Intels 486/33SX beziehungsweise DX/2 und 66 Megahertz Taktfrequenz.

Als Besonderheit installiert der Hersteller den Rapid Resume Manager, der neben Energiesparfunktionen auch einen Timer enthaelt, ueber den beispielsweise zur festgelegten Zeit Faxe versendet werden koennen - allerdings bietet IBM derzeit kein Faxmodem in diesen Rechnern an. Alle sechs Aptiva-PCs enthalten eine SVGA- Grafikkarte sowie einen 14-Zoll-Monitor und arbeiten mit dem ISA- Bus. Ausnahme ist das Pentium-Modell, das mit PCI kommt. Zwei Rechner sind als Multimedia-Maschinen konzipiert und kommen mit einer benutzerfreundlichen Bedienungssoftware. Die Aptiva-PCs sind ab knapp 1900 Mark zu haben.