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25.04.2003 - 

Erstes Gewinnplus seit knapp zwei Jahren

IBM gibt der Branche neue Zuversicht

MÜNCHEN (CW) - Mit einer insgesamt soliden Bilanz für das erste Quartal, vor allem aber einem zuversichtlichen Ausblick für das laufende Jahr hat Branchenführer IBM die Hoffnungen auf ein absehbares Ende der Krise genährt.

Der Umsatz, den Big Blue für das am 31. März beendete erste Quartal ausweist, lag mit 20,06 Milliarden Dollar über den mittleren Prognosen der Wallstreet von 19,9 Milliarden Dollar und um elf Prozent über den Einnahmen des vergleichbaren Vorjahreszeitraums (18,03 Milliarden Dollar). Der Nettogewinn kletterte um gut 16 Prozent von 1,28 auf 1,38 Milliarden Dollar oder 79 (69) Cent je Aktie. Damit gelang es IBM erstmals seit knapp zwei Jahren wieder, sein Ergebnis nach Steuern gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal zu steigern. Die Armonker profitierten dabei in erster Linie von den großen Zukäufen Pricewaterhouse Coopers Consulting (PWCC) und Rational Software sowie weiteren Kostensenkungen, konnten aber auch ihr operatives Ergebnis um acht Prozent von 1,28 auf 1,38 Milliarden Dollar verbessern.

Ein näherer Blick auf die Umsatzverteilung zeigt, dass die Zuwächse vor allem den guten Geschäften mit Dienstleistungen zu verdanken sind. Inklusive PWCC legte IBM Global Services im Vergleich zum Vorjahr um knapp 24 Prozent auf 10,2 Milliarden Dollar zu und erzielte damit zum ersten Mal mehr Einnahmen als alle übrigen Konzernbereiche zusammen. Die Erlöse mit Software stiegen um acht Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar. In der Hardwaresparte sanken die Einnahmen um ein Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar. Dabei registrierte IBM bei den meisten Server-Produkten einen Umsatzzuwachs, während die Erlöse im Mainframe-Segment schrumpften, da offenbar viele Kunden den Start der neuen Großrechner-Serie "T-Rex" im zweiten Quartal abwarten.

Von den Wechselkursen profitiert

Etwas relativiert werden die einzelnen Umsatzerlöse jedoch durch Wechselkursschwankungen, weil sich der im Vergleich zu Euro und Yen momentan deutlich schwächere Dollar ebenfalls positiv auf die Einnahmen auswirkte. So betrug beispielsweise das Wachstum bei den Global Services wechselkursbereinigt "nur" noch 15 Prozent. Ungeachtet dessen zeigten sich IBM-Chef Samuel Palmisano und Chief Financial Officer (CFO) John Joyce in offiziellen Statements zufrieden. Man habe in einem weltweit "schwierigen Klima" ein "ordentliches Ergebnis" hingelegt, erklärten beide Manager.

Die meisten Analysten schlossen sich dieser Auffassung an. Angesichts des Irak-Kriegs und der sehr pessimistischen Prognosen im Vorfeld des Konflikts habe IBM alles andere als enttäuscht, hieß es an der Wallstreet. Für zusätzlich gute Stimmung sorgte - ob gewollt oder nicht - CFO Joyce. Der IBM-Verantwortliche gab zwar keine konkrete Prognose für das laufende zweite Quartal ab, ließ sich aber in der Analystenkonferenz mit Blick auf das gesamte Geschäftsjahr zu der Aussage hinreißen: "Wir sind gut im Plan." Demnach dürfte Big Blue das Jahr 2003 mit einem Umsatz von rund 88 (Vorjahr: 81,2) Milliarden Dollar und einem Gewinn je Aktie von 4,32 (3,95) Dollar abschließen. (gh/mb)