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15.09.1988 - 

AS400 hält Preisvergleich mit DEC nicht Stand:

IBM-Hardware treibt Kosten in die Höhe

FRAMNGHAM (IDG) - Einen Preisvergleich zwischen Konfigurationen mit AS/400-Prozessoren der IBM und VAX-Rechnern hat die Sierra Group, Tempe/Arizona, durchgeführt. Ergebnis: Ein AS/400-System mit mehr als 32 Anwendern ist im Verhältnis zu einem VAX-System von DEC deutlich teurer.

Leichte Vorteile konnte AS/400 von IBM noch bei Systemen mit acht und 16 Anwendern für sich verbuchen. Bei acht Terminals halten sich die Kosten für Hardware, Software und Wartung in etwa die Waage, unter dem Strich ist jedoch das DEC-System aufgrund der Softwarewartung teurer. Auch bei einer Konfiguration mit 16 Teilnehmern schneidet IBM finanziell noch besser ab, wobei die hohen Kosten für Hardware schon spürbar werden.

Ab einer Benutzerzahl von 32 Arbeitsplätzen schlagen dann die höheren Hardwarepreise von Big Blue in der Rechnung deutlich zu Buche, und die Preisdifferenz zuungunsten von IBM beginnt zu wachsen. Bei einem AS/400-System für 50 Anwender sind die Kosten für Hardware dann schon fast doppelt so hoch wie bei einer vergleichbaren VAX-Konfiguration. Insgesamt ist das IBM-Paket rund 100 000 Dollar teurer.

Für die Marktforscher der Sierra Group verbirgt sich hinter den hohen Hardwarekosten der IBM ein genialer Marketing-Schachzug. Ihrer Meinung nach läßt Big Blue seinen Kunden kaum eine andere Wahl, als AS/400-Konfigurationen zu kaufen, wollen sie IBM nicht ganz den Rücken kehren. Denn der Computer-Riese habe bewußt die Preise für die /36- und /38-Modelle vor kurzem erhöht, um Kaufinteressenten die teurere Nachfolgemaschine AS/400 schmackhaft zu machen.

IBM schlage damit zwei Fliegen mit einer Klappe: Erstens verbessere Big Blue seine Position im Midrange-Geschäft, und zweitens unterlaufe man den Trend am Markt, Nachfolgesysteme billiger anzubieten.